Die Verwaltungsrechnung der Einwohnergemeinde Herznach weist einen Ertragsüberschuss von 29 ’734 Franken aus. Im Voranschlag 2012 ist ein Ertragsüberschuss von CHF 6’800 vorgesehen. Das wesentlich bessere Ergebnis lässt sich vorwiegend auf Steuermehreinnahmen zurückführen. Die Steuereinnahmen 2012 liegen rund 358 000 Franken über Budget und rund 253 000 Franken über den Steuern 2011. Nebst diesen Mehreinnahmen sind diverse kleinere und teilweise unbeeinflussbare Budgetabweichungen von rund 69 000 Franken zu verzeichnen (z.B. Umsetzung neue Pflegefinanzierung). Die Eigenwirtschaftsbetriebe Abwasserbeseitigung und Abfallbewirtschaftung schliessen in etwa im Rahmen des Voranschlages ab. Für Reparaturen an Wasser- und Abwasserleitungen musste etwas mehr als erwartet aufgewendet werden.

Entschädigung Gemeinderat

Die Gemeindeversammlung hat folgende Entschädigungen rückwirkend per 1. Januar 2013 angepasst: «Sitzungspauschale neu 70 Franken pro Sitzung (bisher 65); Halbtagesentschädigung neu 130 Franken pro Halbtag (bisher 125); Tagespauschale neu Franken pro Tag (bisher 250); Kilometerentschädigung neu 80 Rappen pro Kilometer (bisher 70 Rappen pro Km).

Schulzone/Sportplatz/Spielplatz

Im Dezember 2012 ist eine Petition mit 47 Unterschriften zur Spielplatzsituation in Herznach eingereicht worden. Die Petition fordert, dass eine Projektgruppe ein Konzept für einen neuen Spielplatz erarbeitet und dieses an der nächsten Gemeindeversammlung vorgelegt werden soll. Seit Herbst 2012 liegt ein Konzeptentwurf «Schulzone» vor, in welchem die Umgestaltung des Spielplatzes Bestandteil ist. Diverse Vereine haben gewünscht, den Sportplatz neu zu gestalten. Nun wird eine Projektgruppe eingesetzt, die Vorschläge für den Gemeinderat und die Gemeindeversammlung vom 29. November 2013 erarbeitet. Die Projektgruppe soll durch Fachplaner ergänzt und beraten werden. Der Wintergemeindeversammlung werden Kredite für eine allfällige Ausführung der einzelnen Elemente (Spielplatz, Sportplatz, Schulzone) vorgelegt.

Nutzungsplanung

Die Gesamtrevision der allgemeinen Nutzungsplanung (NUPLA) befindet sich seit einigen Tagen in der abschliessenden kantonalen Vorprüfung. Dieses Verfahren dauert erfahrungsgemäss einige Monate. Es ist damit zu rechnen, dass die revidierte NUPLA, bestehend aus Bauzonenplan, Kulturlandplan, Planungsbericht und Bau- und Nutzungsordnung frühestens nach den Sommerferien öffentlich aufgelegt werden kann. Im Rahmen der öffentlichen Auflage können alle Betroffenen während 30 Tage Einwendungen erheben. Alle der Kanzlei bekannten Grundeigentümer erhalten vor Beginn der Auflage ein Informationsschreiben.

Bergwerkstrasse

Das Projekt für die Gehwegerstellung und Sanierung der Bergwerkstrasse liegt ab Ende Mai 2013 öffentlich auf. Betroffene und Interessierte können die Projektunterlagen innert 30 Tagen einsehen. Dank intensiver Vorabklärungen durch Urs Köppel und Harry Wilhelm, mit den Direktbetroffenen, ist der Gemeinderat zuversichtlich, dass nicht allzu viele Einwendungen behandelt werden müssen. Damit könnte mit dem Bau bereits im Herbst 2013 begonnen werden. Die Strassensanierung und der Gehwegausbau werden mit der privaten Überbauung an der Bergwerkstrasse koordiniert.

Gestaltungskonzept Staffeleggtal

Der Kanton und die Gemeinden Densbüren, Herznach und Ueken haben einen Entwurf für ein Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Kantonsstrasse K 107 erarbeitet. Die Gemeinden und die kantonalen Stellen haben inzwischen Stellung genommen. Nach kantonsinterner Prüfung und Verarbeitung aller Stellungnahmen soll der überarbeitete Entwurf den Betroffenen und den Einwohnern des Staffeleggtals vorgestellt werden. Die Herznacher Informationsveranstaltung ist provisorisch für den 27. August 2013 geplant.

Petition Erschliessung

Im März 2013 hat der Gemeinderat für die Überarbeitung des Erschliessungsfinanzierungsreglements und die Überprüfung der gemeinderätlichen Planung im Bereich Tiefbauten (Wasser, Abwasser, Strassen) eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Die Arbeitsgruppe, bestehend aus Thomas Treyer (Vertreter Gemeinderat), Lis Schwarz (Vertreterin Finanzkommission), Werner Bolliger (Vertreter Petitionskomitee), Stefan Gemmet als neutrale Person und Gemeindeschreiber Harry Wilhelm einen ersten Entwurf eines neuen möglichen Erschliessungsfinanzierungsreglements ausgearbeitet. Zusätzlich hat die Arbeitsgruppe grobe Ideen für alternative Finanzierungen diskutiert und bei allen Aargauer Gemeinden eine Umfrage durchgeführt. Die Umfrage hatte zum Ziel, Erfahrungs- und Vergleichswerte zum Thema Erschliessungsfinanzierung zu sammeln. Aktuell ist die Kanzlei und die Arbeitsgruppe an der Fertigstellung der Auswertung der Umfrageergebnisse und an der Zusammenstellung von Diskussionsgrundlagen. Diese Arbeiten benötigen mehr Zeit als ursprünglich geplant. Im Juni 2013 werden weitere Sitzungen in der Arbeitsgruppe folgen. Anschliessend diskutiert der Gemeinderat über die Resultate der Arbeitsgruppe. Im Rahmen dieser Sitzungen und Diskussionen wird sich zeigen, wie das weitere konkrete Vorgehen für die Erschliessungsfinanzierung und die Planung von Unterhaltsmassnahmen aussehen könnte.

Die Bevölkerung wird regelmässig in den amtlichen Mitteilungen und im Dorfblatt auf dem Laufenden gehalten. Nach Abschluss aller Gespräche und Arbeiten wird eine öffentliche Informationsveranstaltung durchgeführt, wobei der genaue Zeitpunkt noch offen ist.

Militärbelegungen

Erfreulicherweise darf die Gemeinde wiederum vom 27. Mai bis 21. Juni 2013 eine Einheit der Schweizer Armee beherbergen. Weitere provisorische Belegungen sind im August und Oktober vorgesehen, wobei noch nicht sicher ist, ob das Militär in den beiden Monaten ebenfalls in Herznach stationiert ist.

Die Gemeinde Herznach hat sich an der Aktion «sauberes Fricktal» beteiligt. Um die Feldränder plakatieren zu können wurde den Landwirten Plakate abgegeben. Auf den Plakaten wird darauf hingewiesen, dass weder Abfall noch Hundekot auf den Feldern liegen gelassen werden soll.

Spitex Fricktal AG

Anfang Mai 2013 wurde die Spitex Fricktal AG gegründet. Die Gemeinde Herznach ist eine der 10 Gründungsgemeinden. Weitere Gemeinden entscheiden an ihren Sommergemeindeversammlungen über einen Beitritt. Die Gemeindeversammlung Herznach und die ausserordentliche Generalversammlung der Spitex Staffeleggtal haben der Beteiligung bzw. der Finanzierung im November 2012 zugestimmt. Die neue Spitexorganisation wird ihren operativen Betrieb am 1. Januar 2014 aufnehmen. Die bisherigen Stützpunkte werden beibehalten, das den Einwohnern bekannte Personal soll weiterhin beschäftigt werden. Der Gemeinderat ist zuversichtlich, mit der neuen Organisation für die Zukunft der spitalexternen Pflege gerüstet zu sein.

Periodische Wiederinstandstellung PWI

Das Projekt PWI konnte mit der Fertigstellung und Abnahme der vierten und letzten Etappe abgeschlossen werden. Damit sind die Flurwege bzw. Hofzufahrten ausserhalb Baugebiet instandgestellt. Die Abrechnung ist für die Gemeindeversammlung vom 29. November 2013 zu erwarten.

Bauwesen

In den letzten 3 Jahren wurden so viele Baugesuche wie noch nie eingereicht und behandelt. Die Bautätigkeit in Herznach ist rege. Dies hat den Gemeinderat veranlasst, bei den Baukontrollen Neuerungen einzuführen. Grössere Bauten werden seit Dezember 2012 durch eine externe Fachperson kontrolliert.

Ersatzwahlen Schulpflege

Am Abstimmungssonntag vom 9. Juni 2013 findet auch die Ersatzwahl für zwei Mitglieder der Schulpflege statt. Innerhalb der Anmelde- bzw. Nachfristen wurde niemand angemeldet. Im ersten Wahlgang können alle Stimmberechtigten gültige Stimmen erhalten. Der Gemeinderat ruft Interessierte auf, sich für dieses wichtige Amt zur Verfügung zu stellen.

Gesamterneuerungswahlen

Auf Anfang der nächsten Amtsperiode müssen zahlreiche Mitglieder von Behörden und Kommissionen ersetzt werden. Der erste Wahlgang für die Gesamterneuerungswahlen findet am 22. September 2013 statt. Die Anmeldefrist für die Kandidaten läuft noch bis am 9. August 2013. Bisherige müssen auch angemeldet werden.

Ohne den Einsatz der Kommissions- und Behördenmitglieder würde die Dorfgemeinschaft als Organisation nicht funktionieren. Herznach ist auf interessierte und engagierte Einwohnerinnen und Einwohner angewiesen, damit der Motor der Gemeinschaft Herznach weiter rund und geschmiert läuft. Als Mitglied einer Kommission oder Behörde gibt es zu tun, aber auch viel zu lernen und zu bewegen. Der Gemeinderat ruft die Stimmberechtigen auf, mitzugestalten und sich als Kandidatin oder Kandidat zu melden. (AZ)