Kaisten
Primarschüler waren«gsund und zwäg» unterwegs

Statt Mathematik und Deutsch stand eine Woche lang das Thema Gesundheit auf dem Stundenplan. Den Kindern gefiel diese Woche so gut, dass sie das Programm gern für das ganze Jahr weiterführen möchten.

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Das Essen im Wald, Schlangenbrot und Suppe, schmeckt besser als anderswo. zvg

Das Essen im Wald, Schlangenbrot und Suppe, schmeckt besser als anderswo. zvg

In der vierten Woche im neuen Jahr gab es für die Primarschülerinnen und -schüler für einmal keine Mathematik, kein Deutsch und auch keine Prüfungen. Die Lehrpersonen ermöglichten den Kindern der Primarschule und des Kindergartens eine Projektwoche rund um das Thema Gesundheit.

«Gsund und zwäg» zeigte sich auch das vielfältige Angebot. Die Kinder konnten aus sieben Ateliers ihr Thema wählen. Auch die Kindergartenkinder waren mit dabei. In altersdurchmischten Gruppen zu arbeiten, ist für die Schülerinnen und Schüler nicht neu. Immer wieder erleben die Kinder an Anlässen und während einzelner Schulstunden, mit Älteren und Jüngeren umzugehen.

Kochen und geniessen, sich mit Spass bewegen, die Natur erleben, unterschiedliche Gefühle intensiv erleben, einfache Geräuschkörper basteln, an Ausflügen und bei Besuchen von Fachpersonen Neues kennen lernen – das sind nur ein paar Beispiele, was die Kinder an der Projektwoche faszinierte. Die Kinder waren die ganze Woche mit Freude dabei. Der Eifer war bei allen gross geschrieben und die Abwechslung kam nicht zu kurz.

Besuch auf dem Bauernhof

Eine Gruppe von Kindern besuchte einen Biobauernhof in Kaisten. Sie erlebten einen geführten Rundgang über den Hof. So erfuhren sie zum Beispiel bei der Melkstation, wie die Milch in den Tank gefüllt wird. Im Stall sahen sie, wie sich eine Mutterkuh rührend um ihr neugeborenes Kälbchen kümmerte. Später erklärte der Bauer, wieso jede Kuh eine gelbe, nummerierte Etikette an den Ohren trägt und wie die Kühe zu ihrem Namen kommen.

Einige der Tiere liessen sich von den Kindern streicheln. Zum Abschluss demonstrierte der Lehrling den Schülern, wie die Silage mithilfe eines Traktors abgestochen wird. Der saure, aromatische Geruch wurde jedoch nicht von allen Schülern geliebt.

Ein weiteres Atelier setzte sich mit den Gefühlen auseinander. Was nicht immer einfach war, vor allem war der Umgang mit negativen Gefühlen für die Kinder sehr anspruchsvoll. Ausgelassene Gefühle, mit irischer Volksmusik durch die Räume zu wirbeln oder sich auf eine Fantasiereise zu machen, fand in dieser Projektwoche auch gebührend Platz. Die Schüler drückten sich in Rollenspielen aus, schrieben Tagebücher und bastelten zudem fantasievolle Sorgenfresserchen.

Kochen im Wald

Weitere Höhepunkte der Projektwoche waren zum Beispiel auch der Zumbakurs und das Kochen im Wald. Auch die Zubereitung eines gesunden Znünibuffets für die ganze Schule hat den Schülerinnen und Schülern grossen Spass gemacht und wurde von allen geschätzt.

Ziel dieser fünf Tage war es, den Kindern nicht belehrend das eigene Wohlbefinden näher zu bringen, sondern ihr Interesse mit aussergewöhnlichen Erlebnissen und neuen Erfahrungen zu wecken. Die freudigen Gesichter und Aussagen der Kinder wie: «Wäre doch das ganze Jahr Projektwoche» war die Bestätigung, dass die fünf Tage für die Kinder ein grosses Erlebnis waren. (AZ)