Gleich vier der fünf Sitze sind neu zu besetzen – und die Kandidatensuche lief zu Beginn nur schleppend. Nun stellen sich aber sieben Kandidaten zur Wahl, wie Gemeindeschreiber Walter Marbot nach Ablauf der Frist bekannt gab.

Bereits seit längerem bekannt war die Kandidatur von Herbert Weiss (CVP, bisher). Der bisherige Vizeammann kandidiert als einziger der Kandidaten auch für das Amt des Stadtammanns.

Auch die neuen Kandidaten Thomas Argast (CVP), André Maier (FDP), Meinrad Schraner und Christian Rüede (beide SVP) und Tino Brütsch (parteilos) sind schon länger bekannt. Meinrad Schraner kandidiert auch als Vizeammann. Als siebter Kandidat gesellt sich nun noch Thomas Vögtli (parteilos) zum Kandidatenfeld.

Thomas Vögtli (45) ist 1968 in Basel geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Koch, erlangte das Wirtepatent und machte sich schon mit 21 Jahren das erste Mal mit einem Café-Restaurant selbstständig.

Nach Stationen als Leiter von Personalrestaurants und Kaderpositionen beim Catering von Bell in Basel und als Sous-Chef im Spital Dornach ist er seit einem Jahr als Küchenchef in der Berufsschule in Lenzburg für die SV-Group tätig.

Seit drei Jahren in Laufenburg

Vor gut drei Jahren zog Thomas Vögtli zu seiner Lebenspartnerin Tanja Tröndle, die einer alteingesessenen Ortsbürgerfamilie entstammt, in die Altstadt. Im Frühjahr ist ihre gemeinsame Tochter zur Welt gekommen. Eine Motivation für die Kandidatur: «Ich möchte mich für ihre und die Zukunft aller Sulzer und Laufenburger Bewohner persönlich engagieren.»

Seine politische Ausrichtung bezeichnet Thomas Vögtli als «konsensorientiert» und der politischen Mitte zugehörig. «Meine politische Devise lautet: ‹zuhören, in gegenseitigem Respekt diskutieren, entscheiden, handeln›», so Vögtli.

Die anstehenden Gemeindeaufgaben sieht er in Umweltfragen, der definitiven Lancierung eines genossenschaftlich organisierten Nahwärmeverbundes in der Altstadt und darüber hinaus und der möglichen Entlastung der Hauptstrasse.

Weitere Ziele: «Die nicht nur politische, sondern auch emotionale Vereinigung von Sulz und Laufenburg soll weiter belebt und gelebt werden. Ausserdem hege ich den Wunsch, dass die Bürger ohne Schweizer Pass sich besser in die Gemeinde integrieren lassen wollen und die Schweizer dies auch befürworten.»