300'000 Franken schuldet die Gipserfirma von Luka Rakitic der Swiss Art Renovation aus Oftringen. Das sagt zumindest Yolcu Ertugru, der Geschäftsführer, der Rakitic bereits wegen Urkundenfälschung, Misswirtschaft und Betrugs angezeigt hat. Nun zeigen Recherchen von Tele M1: Das ist kein Einzelfall. Die RIDL GmbH, wie die Rakitic-Gipserfirma aus Möhlin heisst, hat ein volles Betreibungsregister. 

Während Fussballstar Sohn und Champions-League-Sieger Ivan Rakitic beim FC Barcelona Millionen verdient, ist sein Vater offenbar also einigen Firmen Geld schuldig. Laut Tele M1 beläuft sich der Schuldenberg auf fast eine halbe Million Franken. Die Firma müsse seit fast zwei Jahren massive Geldprobleme haben. 

Auf Geld warten auch ehemalige Arbeitnehmer der Firma. Kazimierz Lacki ist einer von ihnen. "Mein Ex-Chef hat mir drei Monate nichts gezahlt", sagt er über Luka Rakitic zu Tele M1.  

Da es sich bei der RIDL GmbH um eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung handelt, haften Inhaber Rakitic nicht mit dem Privatvermögen für die Schulden. Nur bei einem Missbrauch wäre der Rückgriff möglich. Dafür braucht es allerdings einen Gerichtsentscheid.  

Laut dem Fernsehsender hat der Pleite-Unternehmer aus Möhlin auch Sozialversicherungsbeiträge für Mitarbeiter nicht eingezahlt. Die Sozialversicherung Aargau (SVA) Geld fordert deshalb 40'000 Franken von ihm.

Papa Rakitic pleite

Papa Rakitic pleite (15. August 2016)

Der Sohn verdient beim FC Barcelona Millionen. Wieso hilft er der Gipserfirma seines Vaters nicht finanziell aus?

Immerhin: Daraus erwächst den Betroffenen kein Nachteil, wie Erich Wiederkehr, SVA-Mediensprecher festhält: "Merkt ein Arbeitnehmender aufgrund des AHV-Kontoauszugs, dass sein Lohn nicht verbucht wurde, entsteht für ihn kein finanzieller Nachteil. Diese werden ihm gut geschrieben, wie wenn besager Arbeitgeber regulär eingezahlt hätte. Er muss lediglich belegen können, dass er Lohn bezogen hat und dass ihm AHV-Beiträge abgezogen wurden." (pz)