Frick

Pizza statt Crèpes: Die Gastroszene erhält jetzt einen Fastfood-Laden

Auf das «Méli Mélo» folgt eine Pizzeria. sar

Auf das «Méli Mélo» folgt eine Pizzeria. sar

In der ehemaligen Beiz von Katy Winter in Frick soll es bald Pizzen geben. Noch gibt es aber viele Fragen um das Lokal, welches in «Pizza Melo Suvakci» umbenennt werden soll. Die Beizen in der Region fürchten sich nicht vor der neuen Konkurrenz.

Wer zieht wohl ins Ladenlokal an der Hauptstrasse 63? Das fragen sich Passanten, die an der ehemaligen Beiz von Katy Winter vorbeigehen. Hinter der Scheibenfront stehen die Stühle auf den Tischen, mitten im Raum zwei grosse Gastrokühlschränke.

Auf der Ablagefront hinter dem Fenster stehen seit kurzem Verpackungsschachteln von Pizzatellern. Ist es eine Pizzeria, die die Nachfolge von Winters «Méli Mélo» antritt?

Das Internet gibt mehr Aufschluss. Laut einem Eintrag im Handelsregister ist das Lokal seit Mitte Dezember auf die türkische Staatsangehörige Fidan Suvakci ausgeschrieben. «Pizza Melo Suvakci» soll ihre Beiz heissen.

Ob sie mit diesem Namen an das Vorgängerlokal anschliessen möchte, kann nur vermutet werden, denn eine funktionierende Telefonnummer von Suvakci ist nicht auffindbar. Auch die Frage, ab wann an der Hauptstrasse 63 Pizzas verkauft werden, ist noch unklar.

Kein Konkurrenzdenken

Während man also gespannt wartet, wie die Gastroszene in Frick erweitert wird, tauchen auch die einen oder anderen Fragen auf: Braucht es in Frick ein Pizza-Lokal? Wird es sich über Wasser halten können? Denn schliesslich ist es für Gastronomiebetriebe im Fricktal nicht einfach, schwarze Zahlen zu schreiben.

Vor einem Jahr schloss das Hotel mit Restaurantbetrieb «Engel» seine Türen. Der Besitzer Markus Hiltbrunner sagte schon damals: «In den letzten zehn Jahren mussten immer wieder Gasthöfe schliessen.» Im Vergleich zu früher gäbe es eine Verlagerung der Betriebe, weg von den Landgemeinden.

Reto Bürgi, Besitzer vom «Rebstock» sagt, grosse Probleme bereiten ihm die steigenden Personalkosten. Ansonsten sei er eigentlich zufrieden. «Klar, jeder Betrieb wünscht sich mehr Gäste.»

Zu Katy Winter habe er ein gutes Verhältnis gepflegt. Sie sei oft bei ihm noch etwas trinken gekommen. Als Konkurrentin habe er sie nie gesehen. Dies werde sich auch mit der neuen Besitzerin nicht verändern.

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