Stein
Photovoltaik im Rheinfels-Park in Stein: Pläne werden weiter verfolgt

Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Gebäude des Steiner Rheinfels-Parks: Um dieses Projekt drehte sich eine Informationsveranstaltung der Energiekommission Stein.

Hildegard Brunner
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2014 könnten die Wohnungen des Rheinfels-Parks bezogen werden.

2014 könnten die Wohnungen des Rheinfels-Parks bezogen werden.

Zur Verfügung gestellt

Anlässlich einer Informationsveranstaltung der Energiekommission Stein ging es darum, ob es möglich ist, auf dem Dach der im Bau befindlichen Gebäude des Rheinfels-Parks (17 altersgerechte Wohnungen, Restaurant und Gästezimmer) eine Photovoltaikanlage zu installieren. Eine gute Sache, aber es kostet. Könnten die Finanzierung und Trägerschaft durch eine Solargenossenschaft realisiert werden?

Wie Hugo Sacher, Präsident der Energiekommission Stein, ausführte, ist es seit dem 1. Januar 2014 gemäss den gesetzlichen Bestimmungen möglich, selbst produzierten Strom auch selbst zu verbrauchen. Dieses Modell hat den Vorteil, dass der Strom nicht zuerst ins Netz eingespeist und nachher wieder aus dem Netz bezogen werden muss. Am Beispiel der zurzeit im Bau befindlichen Gebäude des Rheinfels-Parks mit 17 altersgerechten Wohnungen, einem Restaurant und Gästezimmer zeigte Hugo Sacher auf, dass es dort möglich wäre, den selber produzierten Strom den Mietern zum gleichen Preis zur Verfügung zu stellen, den sie für Strom aus dem Netz bezahlen müssen.

160 000 Franken Investitionskosten

So müsste allenfalls nur zusätzlicher Strom aus dem Netz bezogen werden. Eine allfällig positive Preisdifferenz könnte als Ertragsüberschuss für einen Teil der Finanzierung der Photovoltaikanlage verwendet werden. Das Gebäude wäre ideal. Die geschätzten Investitionskosten würden 160 000 Franken betragen, der Energie-Ertrag pro Jahr 53 000 Kilowattstunden.

Hugo Sacher verheimlichte jedoch nicht, dass es zum aktuellen Zeitpunkt schwierig ist, die zukünftige Entwicklung insbesondere in Bezug auf die Kosten realistisch zu planen. Weil eine Photovoltaikanlage eine Amortisationsdauer von rund 25 Jahren aufweist, müssen für die Sicherstellung der Finanzierung noch weitere Anstrengungen unternommen werden.

Nachhaltige Energiepolitik

Er zeigte die Möglichkeiten und auch Schwierigkeiten auf. Wie steht es um die Folgekosten, Rückstellung für Unvorhergesehenes, Verwaltungskosten, Versicherung, Verzinsung des Genossenschaftskapitals? Gibt es Solidarität in der Bevölkerung? Gibt es Leute, die bereit sind, in eine gute Sache zu investieren? Wer keine Möglichkeit hat, privat eine solche Anlage zu realisieren, könnte sich am Projekt beteiligen.

Es ging um die Frage: Will man weiter machen? Nach einer lebhaften Diskussion waren sich die Anwesenden einig, dass man das Projekt weiter verfolgen will. Hugo Sacher will fürs Erste die Pläne in einer kleinen Gruppe mit einem Finanzfachmann weiter überarbeiten. Man hofft, dass eine Interessengemeinschaft entsteht, die einen Beitrag leistet an eine nachhaltige zukünftige Energiepolitik.