Zeihen

Pflücken, rüsten, pressen: Aargauer Schüler stellen eigenen Most her

In einer Werkschau präsentierten die Schüler ihre Naturbeobachtungen.

In einer Werkschau präsentierten die Schüler ihre Naturbeobachtungen.

Die Fünft- und Sechstklässler aus Zeihen schliessen das Jurapark-Modul «Most vom Hochstammbaum» mit einer Werkschau ab.

Seit knapp einem Jahr läuft das Jurapark Schulmodul «Most vom Hochstammbaum». In diesem lernen Schüler aus fünf Aargauer Gemeinden – darunter die Fricktaler Orte Herznach, Gipf-Oberfrick und Zeihen – die Bedeutung von Hochstammbäumen für Mensch, Natur und Landschaft direkt vor der Schulhaustür kennen. Zum Abschluss des Moduls stellten 15 Schüler der fünften und sechsten Klasse in Zeihen in einer Werkschau ihre Ergebnisse an einem kleinen Stand vor.

«Jeder der Schüler hatte die Aufgabe, einen spezifischen Baum ein Jahr lang zu beobachten und die Veränderungen des Baumes festzuhalten», sagt Lehrerin Gabriela Beyeler. So haben die Schüler Skizzen und Fotos gemacht, Blätter, Blüten und Früchte gesammelt sowie nachgeforscht, wer den entsprechenden Baum überhaupt gepflanzt hat.

An einigen Ständen boten die Schüler den Werkschau-Besuchern Quittenkonfitüre oder Ahornsirup an – Produkte hergestellt aus den Früchten des Baumes, den sie beobachtet hatten. Einige der Schüler bereiteten ihre Beobachtungen in einer Powerpoint-Präsentation auf und stellen beispielsweise das Wachstum des Baumes in einem Balkendiagramm dar. «Das war meine erste Powerpoint-Präsentation. Etwa zwei Stunden habe ich für sie gebraucht», erzählt Fünftklässler Luan.

Pflücken, rüsten, pressen,

«Beim Modul geht es nicht nur darum, die Schüler für die Natur vor der eigenen Haustüre zu sensibilisieren. Sie sollen auch verstehen, was es für die Landwirte bedeutet, wenn das Obst schlecht wächst, und welche Arbeitsschritte in der Mostproduktion stecken», erklärt Jurapark-Projektleiterin Anna Hoyer.

So besuchten die Schüler im September letzten Jahres eine örtliche Mosterei, pflückten Äpfel, schälten und rüsteten sie und verarbeiteten sie schliesslich in einer Handmostpresse. «Das war ganz schön anstrengend. Klar, dass da der Liter Most auch seinen Preis haben muss», meint eine Sechstklässlerin.

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