Wegenstettertal

Pfarrerin Johanna Spittler klar wiedergewählt – obwohl die Kirchenpflege sie nicht mehr wollte

Johanna Spittler hat die Wiederwahl als Pfarrerin klar geschafft: 93 Kirchgemeindemitglieder stimmten für sie, 39 gegen sie. Die Kirchenpflege hatte sich im Vorfeld nicht zur Wiederwahl empfohlen.

Johanna Spittler wurde am Sonntag klar als Pfarrerin der reformierten Kirchgemeinde Wegenstettertal wiedergewählt: Sie erhielt 93 Stimmen, 39 sprachen sich gegen sie aus.

Vor der Wahl rumorte es zwischen der deutschen Pfarrerin und der Kirchenpflege. Diese hatte Spittler im Frühjahr nicht zur Wiederwahl vorgeschlagen. Spittler sammelte daraufhin Unterschriften innerhalb der Kirchgemeinde, um sich für ihre Wiederwahl nominieren zu lassen.

Kirchenpflege wollte Neuanfang ohne Spittler

Daraufhin publizierte die Kirchenpflege im Gemeindeblatt einen Beitrag, dass sie sich einen Neuanfang ohne Spittler wünscht. Gegenüber der AZ äusserte die Kirchenpflegepräsidentin Ruth Imhof, «dass Spittler sehr stark in der deutschen evangelisch-kirchlichen Tradition verwurzelt ist, die viel stärker hierarchisch ausgerichtet ist und auch den Pfarrpersonen mehr Verantwortung in der Gemeindeleitung überträgt».

Durch die Publikation im Gemeindeblatt und die Kritik fühlte sich Spittler überfahren. Für die Wiederwahl aufgestellt hat sie sich, weil nach ihrer Ansicht der Wechsel der Pfarrperson die Entwicklung in der Kirchgemeinde hemmt. Darum hielt sie es «für unverzichtbar, die Gesamtgemeinde in eine Entscheidung dieser Tragweite mit einzubinden», so Spittler gegenüber der AZ.

Kirchenpflege gewählt

Ebenfalls gewählt haben die Reformierten die Kirchenpflege. Gewählt sind Margrith Alder, Hellikon (105 Stimmen), Ruth Imhof-Moser, Zuzgen (98), Roger Leuenberger, Zuzgen (112), Heidi Moosmann, Hellikon (114) und Patrick Widmer, Zeiningen (111). Das Präsidium ist vakant. In die Synode delegiert werden Fritz Imhof, Zuzgen, und Heidi Moosmann, Hellikon. (az)

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