Frick

Pfarrer Thomas Sidler verlässt die Pfarrei im nächsten Jahr

Pfarrer Thomas Sidler wird beim Jubla-Gottesdienst «entführt». Archiv

Pfarrer Thomas Sidler wird beim Jubla-Gottesdienst «entführt». Archiv

Auf Ende Juli 2018 geht er in seine alte Heimat Luzern zurück, um in «die dritte Lebensphase einzutauchen».

Pfarrer Thomas Sidler, 64, hat in Solothurn seine Demission als Pfarrer von Frick auf Ende Juli 2018 eingereicht. Dannzumal wird Sidler 65 Jahre alt sein – und «in die dritte Lebensphase eintauchen», wie Sidler zur az sagt. Diese plant er im Grossraum Luzern. «Ich gehe in meine alte Heimat, zu meinen Wurzeln zurück», sagt Sidler.

Auf die zehn Jahre, die er nunmehr Pfarrer in Frick ist, schaut er gerne zurück. «Es ist schön hier und die Pfarrei ist gut aufgestellt, auch personell.» Was ihn besonders freut: «Es hat in Frick viele Freiwillige, die sehr aktiv sind und die Pfarrei mit ihrem Engagement mittragen.»

Insofern falle ihm der Abschied auch etwas leichter. «Ich verlasse eine Pfarrei, die gut funktioniert», so Sidler. Natürlich sei auch Wehmut beim Gedanken an den Abschied von Frick dabei, räumt Sidler ein. «Diese dürfte sich verstärken, wenn der Termin näher rückt.»

Wer Thomas Sidler kennt, weiss: Ganz ohne eine kirchliche Aufgabe wird es den Vollblutseelsorger nicht geben. Er werde in der Region Luzern vermutlich eine Teilzeitanstellung als priesterlicher Mitarbeiter annehmen, so Sidler. Daneben freut er sich auf ausgedehnte Reisen.

Die Zahl der Priester ist, vorsichtig formuliert: überschaubar. Wie es mit der Pfarrstelle in Frick weitergeht, muss sich deshalb weisen. Die Priesterfrage muss zudem im Rahmen des bischöflichen Pastoralraumprojektes gesehen und beantwortet werden. Das Bistum will die Pfarreien zu grösseren Pastoralräumen zusammenfassen. Rund um Frick ist der Pastoralraum «AG 20» geplant. Er umfasst die Pfarreien Frick, Gipf-Oberfrick, Herznach, Oeschgen, Wittnau, Wölflinswil und Zeihen. Die Pfarreien werden ein entsprechendes Projekt voraussichtlich im nächsten Jahr starten.

«Eine intensive Aufgabe»

Mit dem Pastoralraum habe seine Demission nichts zu tun, betont Sidler. Er habe sich in den letzten Monaten auch viele Gedanken gemacht, ob er noch etwas länger Pfarrer von Frick bleiben wolle. Dem Bistum hätte dies sehr gefallen, denn jeder Priester, der länger arbeitet, vermindert das Priesterproblem, das die katholische Kirche in der Schweiz hat.

Doch: «Pfarrer von Frick zu sein, ist eine spannende, aber auch intensive Aufgabe. Sie braucht viel Kraft», sagt Sidler. Kommt hinzu, dass er als Priester auch in Gipf-Oberfrick immer wieder im Einsatz steht. Die beiden Gemeinden sind zwar eigenständige Pfarreien, bilden aber eine Kirchgemeinde. «Doch ich spüre, dass meine Kräfte in den letzten Jahren nachgelassen haben», sagt Sidler. Er lacht. «Das Alter.» Er habe sich für die Entlastung entschieden. «Ich möchte den dritten Lebensabschnitt freier gestalten und Zeit für anderes haben.»

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