Frick
Pfarrer Sidler setzte die Fricker Feuerwehr in Bewegung

Ein anforderungsreicher Feueralarm kam vom Pfarrhaus in Frick. Nach dem Telefonat von Pfarrer Sidler auf die Nummer 118 überschlugen sich die Ereignisse. Die Stützpunktfeuerwehr Frick sah sich in der Alarmübung mit einigen Knacknüssen konfrontiert.

Paul Roppel
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Alarm für die Stützpunktfeuerwehr Frick: Pfarrhaus auf dem Rampart ist im Rauch verschwunden. – Foto: pro

Alarm für die Stützpunktfeuerwehr Frick: Pfarrhaus auf dem Rampart ist im Rauch verschwunden. – Foto: pro

«Bei mir in der Küche ist ein Brand ausgebrochen. Das ganze Haus ist voller Rauch und acht Personen können nicht mehr raus. Eine Person ist schon ohnmächtig geworden», informierte Pfarrer Thomas Sidler die kantonale Alarmzentrale in Schafisheim.

«Rampart 1 ist die Adresse. Kommen sie schnell», fügte er unaufgeregt dem Telefonat auf Nummer 118 an. Urs Keller, Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Frick, der daneben stand, nickte zufrieden.

Der erste Nagel zur unangemeldeten Alarmübung war somit eingeschlavgen. Dazu zählte seiner Aussage nach auch die Alarmierung. Roger Weber und Urs Keller hatten Pfarrer Sidler und acht Figuranten, die an verschiedenen Orten im Pfarrhaus platziert worden waren, auf die geheime Mission eingeschworen.

Nun überschlugen sich die Ereignisse im Minutentakt. Um 18.25 Uhr bot die Alarmstelle einen Teil der Fricker Feuerwehrleute mit der Meldung «Brand mittel» zum Einsatzort auf.

«Wo ist Rampart?», fragte einer per Funk, währenddessen bereits zwei Minuten später der erste Feuerwehrmann keuchend auf dem Hügel bei der römisch-katholischen Kirche eintraf, wo das Pfarrhaus im dichten Rauch praktisch verschwunden war.

Lediglich 4 Minuten nach der Alarmierung übernahm Einsatzleiter Paul Herzog das Kommando. «Viele Leute können das kaum glauben, wie schnell gewisse Feuerwehrangehörige einsatzbereit sind», vermerkte Keller zufrieden.

Vier Minuten später war das Tanklöschfahrzeug platziert und innert der vorgegebenen Zeit von 10 Minuten engagierte sich ein Dutzend Feuerwehrleute auf dem Platz.

Urs Keller und Roger Weber beobachteten das Geschehen mit drei weiteren Gehilfen kritisch und vermerkten spezielle Abläufe mit Protokolleintragungen. Das Einsatzschwergewicht lag diesmal bei den Rettungen.

Atemschutztrupps arbeiteten sich im verwinkelten Gebäude zu den nach Hilfe rufenden Eingeschlossenen vor.

Eine knifflige Situation bot sich dorfseitig, wo das Pfarrhaus burgartig erhöht ist und kaum zugänglich ist. Trotz der engen Verhältnisse konnten die Figuranten mit der Autodrehleiter aus den oberen Stockwerken abgeholt werden.

Inzwischen hatte der Einsatzleiter die Nachalarmierung befohlen, sodass schliesslich über die Hälfte der 110 Fricker Feuerwehrleute am Schadenplatz zum Einsatz kam.

Nach einer halben Stunde befahl Kommandant Keller Übungsabbruch und Roger Weber nahm die Übungsbesprechung für die einzelnen Dienste im Detail vor. Für das grosse Engagement revanchierte sich Pfarrer Thomas Sidler bei den Feuerwehrleuten mit einem Klöpfer vom Grill.