Anja Meyer lancierte auf petitio.ch, der Petitionsplattform der Aargauer Zeitung, erfolgreich eine Petition, in der sie unter anderem forderte, zwei Querungsstellen mit Mittelinseln an der Zuzger Hauptstrasse – beim Volg und der Einmündung Lohnbergstrasse – zu errichten. Ihr Anliegen ist es, dadurch die Sicherheit der Kinder auf ihrem Schulweg zu erhöhen (die az berichtete). Nachdem sich Meyer mit dem Gemeinderat zu einem Gespräch traf, in dem sie die Gründe für ihre Petition darlegte, ist die Freude bei ihr gross: «Der Gemeinderat hat beschlossen, die Petition an den Kanton weiterzuleiten», sagt sie.

Dies bestätigt Gemeindeammann Heinz Kim, der das Anliegen von Meyer nachvollziehen kann: «Klar, ein sicherer Schulweg hat für die Eltern eine hohe Priorität. Ebenso auch für die Gemeinde.» Dennoch dürfe man für eine erhöhte Sicherheit nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen: «Letztendlich ist es eine Kantonsstrasse. Daher muss der Kanton prüfen, ob die in der Petition geforderten Massnahmen eine erhöhte Sicherheit rechtfertigen», sagt Kim.

Kai Schnetzler, Leiter der kantonalen Sektion Verkehrssicherheit, bestätigt, dass ein Protokollauszug der Petition dem Kanton vorliegt. «Wir haben die Gemeinde nun gebeten, uns ihr Fusswegnetz aufzuzeigen», sagt Schnetzler. Damit muss die Gemeinde an mehreren Tagen protokollieren, wie viele Schüler und Erwachsene die Hauptstrasse queren, an welchen Stellen und zu welcher Uhrzeit sie das tun. «Danach werden wir die Daten auswerten und auf Grundlage dieser zusammen mit der Gemeinde anschauen, ob ihre gewünschten Bedürfnisse verhältnismässig sind», erklärt Schnetzler.

Strasse müsste verbreitert werden

Falls die Verhältnismässigkeit vorliegt, befasst sich der Kanton mit der technischen Umsetzung dieser Bedürfnisse. So muss beispielsweise für den Bau einer Mittelinsel die Strassenbreite mindestens 8,5 Meter betragen. «Weil die Breite der Hauptstrasse in Zuzgen jedoch nur rund sechs Meter beträgt, müssten wir zuerst schauen, an welcher Stelle eine Verbreiterung der Strasse überhaupt möglich ist», sagt Schnetzler.

Bis es soweit ist, muss jedoch erst einmal die Gemeinde die Fussgängerfrequenz ermitteln. «Ich werde Anja Meyer fragen, ob sie diese Aufgabe übernimmt», sagt Kim. Meyer, die selbst an der Hauptstrasse wohnt, hat damit kein Problem. Im Gegenteil: «Ich würde mich gerne dazu bereit erklären, die Fussgänger zu zählen», sagt sie.