Nachgefragt

Pastoralraum im Fricktal: «Weiteres Nein würde die Projektphase erschweren»

Christoph Sterkman: Der Bischofsvikar ist für die Pastoralräume in der Bistumsregion St. Urs zuständig.

Christoph Sterkman: Der Bischofsvikar ist für die Pastoralräume in der Bistumsregion St. Urs zuständig.

Mit Wittnau hat die erste Pfarrei Nein gestimmt zum Pastoralraum. Im Interview äussert sich der Bischofsvikar Christoph Sterkman, der für die Pastoralräume in der Bistumsregion St. Urs zuständig ist, dazu.

Haben Sie mit dem Nein aus Wittnau gerechnet?

Christoph Sterkman: Ich habe nicht mit dem Entscheid gerechnet, auch wenn an den Informationsabenden einige kritische Stimmen zu hören waren. Die Seelsorgenden haben betont, dass sie jetzt vorwärtsmachen möchten Richtung Pastoralraum.

Was führte dann zum Nein?

Der Umstand, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alle Vorentscheide getroffen werden konnten, hat vermutlich zur Ablehnung des Projektkredits beigetragen.

Kritisiert wurde die Grösse von «AG 20». Ist der Pastoralraum zu gross?

Nein. Der Pastoralraum «AG 20» ist zwar der Grösste im Fricktal. Unter den Pastoralräumen mit mehreren Leitungen ist er von mittlerer Grösse.

Oder passen die Pfarreien einfach nicht zusammen?

Ich stelle keine grossen Mentalitätsunterschiede fest. Im Dekanat hat man bisher sehr gut zusammengearbeitet.

Einer der fehlenden Vorentscheide, die zum Nein beitrugen, ist jener nach der Projektleitung. Wann fällt der Entscheid?

Er wird sicher noch dieses Jahr fallen.

Und es wird entweder Martin Linzmeier oder Bernhard Lindner sein?

Das ist richtig.

Hat das Nein aus Wittnau «Symbolcharakter»? Drohen nun weitere Ablehnungen?

Davon gehe ich nicht aus.

Sollte noch eine oder mehrere Gemeinden Nein sagen – ist dann der Pastoralraum «AG 20» blockiert?

Das würde die Projektphase erschweren und unter Umständen den Projektstart um ein Jahr verzögern.

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