Laufenburg

Passerellen-Frage bleibt an Gemeindeversammlung unbeantwortet

Die Passerelle ist an der Gemeindeversammlung vom 16. November nicht als Geschäft trakandiert.

Die Passerelle ist an der Gemeindeversammlung vom 16. November nicht als Geschäft trakandiert.

Der Ersatz der provisorischen Fussgängerbrücke wird an der nächsten Gmeind nicht traktandiert. Für die Erneuerung der elektrischen Anlagen wird ein Zusatzkredit beantragt.

Etwas mehr als zwei Jahre ist es her, als ein Sattelschlepper die Fussgängerbrücke beim Schulhaus Burgmatt zerstört hat. Um die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg zur Schule über die viel befahrene Winterthurerstrasse zu gewährleisten, liess er ein Provisorium errichten – eine Stahlkonstruktion, die noch heute steht.

An der Gemeindeversammlung vergangen Juni beantrage der Stadtrat letztlich 310'000 Franken, um die Passerelle zu ersetzten – jedoch ohne ein Projekt vorzulegen, weil man die konkrete Ausführung erst nach einer Kosten-Nutzen-Analyse verschiedener Varianten forcieren wollte. Der Gemeinderat kassierte für diesen Kredit einen Rückweisungsantrag. Der Souverän forderte ihn damit auf, das Projekt an der nächsten Gemeindeversammlung erneut aufzulegen.

Ein Blick in die Botschaft zeigt jedoch, dass die Passerelle an der Versammlung vom 16. November nicht als Geschäft traktandiert ist. «Wir befinden uns noch in den Abklärungen, um herauszufinden, welche Alternative die beste ist», sagt Stadtammann Herbert Weiss. Einen Favoriten unter den Varianten – Fussgängerstreifen, Lotsendienst, neue Überführung – gebe es derzeit nicht. Zu den Szenarien, welche der Stadtrat derzeit prüft, gehöre auch eine Unterführung. «Hierzu laufen Abklärungen mit einem Ingenieurbüro in Sachen Machbarkeit», so Weiss.

Weiss ist bewusst, dass die verstrichene Zeit in der Passerellen-Frage teuer ist. 330 Franken pro Woche kostet das Brücken-Provisorium an Miete, so Weiss, der hofft, dass man an der Gemeindeversammlung im Sommer 2019 das Geschäft traktandieren könne.

350'000 Franken zusätzlich

Vor rund zehn Jahre wurde in Laufenburg ein Kredit von rund 4,9 Millionen Franken für die Sanierung der Winterthurer-/Baslerstrasse gesprochen. Darin enthalten war auch ein Kredit für die Erneuerung der elektrischen Anlagen in Höhe von rund 580'000 Franken. Laut Stadtammann Herbert Weiss reicht dieser Kredit jedoch nicht aus, weil sich die Grabarbeiten deutlich teurer herausstellen als damals angenommen.

Der Perimeter der Grabungen ist im Vergleich zur damaligen Projektierung grösser, erklärt Weiss den Antrag des Zusatzkredites. Auch bei den Kabelarbeiten müsse eine Differenz verzeichnet werden, «da gegenüber dem ursprünglichen Projekt diverse Zusatzarbeiten ausgeführt werden, um eine Synergie mit dem Strassensanierungsprojekt zu erzielen», erklärt Weiss. Die Höhe des beantragten Zusatzkredites beläuft sich auf 350'000 Franken.

Autor

Dennis Kalt

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