Fricktal
Parkuhren lassen Kassen klingeln: So viel nehmen vier Gemeinden ein

Rheinfelden nimmt mit Parkraumbewirtschaftung über 600'000 Franken pro Jahr ein.

Marc Fischer
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Gemeinden nehmen mit öffentlichen Parkuhren viel Geld ein. Archiv/nbo

Gemeinden nehmen mit öffentlichen Parkuhren viel Geld ein. Archiv/nbo

Nadine Böni

«Hüt en Rappe, morn en Rappe, git e schöni Zipfelchappe»: Kasperlis Motto ist schweizweit bekannt. Es gilt auch für die gebührenpflichtigen Parkplätze in den Gemeinden: Wer sein Auto eine Stunde abstellen möchte, zahlt in Rheinfelden, Laufenburg, Frick oder Stein je nach Parkplatz und Tageszeit zwischen 20 Rappen und 3.50 Franken. Teilweise ist die erste Stunde gratis. Doch wie gross ist am Ende der Betrag, der von den Parkuhren in die Gemeindekasse fliesst?

Spitzenreiter unter den vier befragten Gemeinden ist Rheinfelden. Die Stadt nahm im letzten Jahr bei ihren neun öffentlichen Parkplätzen insgesamt rund 502 000 Franken ein. Über 185 000 Franken entfallen dabei auf den Schützenparkplatz, rund 123 000 Franken auf den Storchennest-Parkplatz. Erstmals wurde damit die Grenze von einer halben Million Franken übertroffen.

Flächendeckend bewirtschaftet

«Die Steigerung ergibt sich vor allem aus der flächendeckenden Bewirtschaftung der Parkräume», erklärt Stadtschreiber Roger Erdin. Diese wurde 2013 mit dem neuen Parkierungsreglement eingeführt. Grundsätzlich gelte in Rheinfelden: «Je näher ein Parkplatz am Zentrum liegt, desto höher ist der Tarif», so Erdin weiter. Zu den Einnahmen aus den Parkuhren kommen in Rheinfelden noch Einnahmen aus dem Verkauf von Tages- oder Dauerparkkarten. 133 000 Franken nahm die Stadt im vergangenen Jahr damit ein.

Auch in Laufenburg lassen die Münzen aus den Parkuhren die Kassen klingeln. Rund 375 000 Franken betrugen die Einnahmen aus der Parkplatzbewirtschaftung im letzten Jahr. Darin enthalten sind die Einnahmen der Parkhäuser und Parkplätze und die Parkkarten für Dauerparkierer. Die Höhe der Einnahmen liegt im Bereich der Vorjahre. Es gelte aber auch anzumerken, dass den Einnahmen auch ein Aufwand von rund 155 000 Franken für Betriebskosten oder Abschreibungen entgegenstehe, sagt Gemeindeschreiber-Stellvertreter Marco Waser.

Reglement bewährt sich

Auch in Frick sind die Einnahmen aus Parkgebühren bei den öffentlichen Parkplätzen konstant. Sie beliefen sich 2016 netto auf knapp 110 000 Franken – der weitaus grösste Teil davon entfällt auf das Parking beim Bahnhof. Hinzukommen laut Gemeindeschreiber Michael Widmer gut 22 000 Franken Einnahmen aus dem Verkauf von Tages- und Dauerparkkarten.

In Stein wurde im Mai 2015 ein Parkierungsreglement eingeführt. Seither bewirtschaftet die Gemeinde alle öffentlichen Parkflächen. Vorher kämpfte die Gemeinde mit einem Parkplatzproblem, da Pendler im Dorf ihr Auto gratis abstellten. Das Reglement zeigt Wirkung: «Im Dorf ist das Problem mit den Fremdparkieren im Griff. Für die Berechtigten steht in der Regel genügend Parkraum zur Verfügung», sagt Gemeindeschreiber Sascha Roth. Und: Die neue Lösung bringt auch Einnahmen. Im letzten Jahr wurde an den vier Parkplätzen mit Parkuhren insgesamt für 17 528 Franken parkiert. Nur rund 2000 Franken geringer waren die Einnahmen aus Tages- und Dauerparkkarten.

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