Laufenburg
Parkhaus: Volk korrigiert an der Urne Entscheid der Gemeindeversammlung

Deutliche Abfuhr für den Stadtrat: Auf der Burgmatt können derzeit weder Parkierungsanlagen noch Parkhaus projektiert werden. 884 Stimmberechtigte befürworteten das Referendum, nur 217 folgten dem Antrag des Stadtrates.

Marc Fischer
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Vorderhand werden auf der Burgmatt keine neuen Parkierungsanlagen und auch kein Parkhaus geplant. sh/archiv

Vorderhand werden auf der Burgmatt keine neuen Parkierungsanlagen und auch kein Parkhaus geplant. sh/archiv

«Dankbar» sei er, dass die Stimmberechtigten – bei einer Stimmbeteiligung von fast 60 Prozent – das Referendum mit 884 zu 217 so deutlich angenommen hätten, sagt Josef Schumacher vom Referendumskomitee. An der Gemeindeversammlung war der Entscheid noch anders ausgefallen. 80 Stimmberechtigte hatten sich für Abklärungen zu einer Sanierung der oberirdischen Parkplätze auf der Burgmatt und zu einem Parkhaus ausgesprochen, 61 dagegen. Nun wurde der Entscheid an der Urne überdeutlich revidiert.

«Es ist einiges wohl zusammengekommen», analysiert Stadtammann Rudolf Lüscher das Nein zum stadträtlichen Antrag, «die Sorgen um die Finanzen, die Bäume, die dem Parkhaus zum Opfer gefallen wären und mögliche Alternativstandorte für ein Parkhaus.»

Kein finanzielles Abenteuer

Exakt die gleichen Argumente führt auch Josef Schumacher als Hauptgründe für den Erfolg des Referendums an. Die Kosten eines Parkhauses wurden an der Gemeindeversammlung auf rund vier Millionen Franken geschätzt. Schumacher bezweifelt, dass dieser Betrag ausgereicht hätte. «Aber schon vor dieser Investition hat die Finanzkommission eindrücklich gewarnt und sich gegen den Projektierungskredit ausgesprochen», so Schumacher. Er wolle nicht, dass Laufenburg ein finanzielles Abenteuer eingehe und er wolle auch nicht, dass die Bäume gefällt werden. Gegen eine allfällige Sanierung des oberirdischen Parkplatzes habe er jedoch nichts – solange der Platz nicht vergoldet werde.

Dass das Volk nicht zum letzten Mal über die Parkraumsituation in Laufenburg und den Parkplatz auf der Burgmatt befunden hat, davon geht auch Rudolf Lüscher aus: «Es hat zu wenige Parkplätze und der Burgmatt-Platz entspricht nicht mehr den Standards.» Allerdings werde diese Thematik wohl erst in der kommenden Amtsperiode aktuell und damit zu einer Herausforderung für den am Wochenende neu gewählten Stadtrat.

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