Seit einem Monat ist das Parkhaus Lohgerbe im Zentrum von Bad Säckingen schon teilweise gesperrt. Derzeit werden die oberen drei Ebenen saniert, in der Woche nach Pfingsten soll die erste Etappe abgeschlossen sein. Bis voraussichtlich Oktober 2018 dauert die Sanierung noch an. Derzeit laufen die Arbeiten gut, die Witterung spielt mit und der Zeitplan wird bisher eingehalten.

Auf den oberen zwei Decks, den Ebenen acht und neun, wurde die Beschichtung inzwischen komplett abgetragen, die Brüstungsflächen sind neu verspachtelt worden und die Dehnungsfugen – notwendig, damit das Material im Bau arbeiten kann und sich ausdehnen und wieder zusammenziehen, ohne dass durch diese Bewegung Schäden entstehen – werden derzeit ebenfalls erneuert.

Auch die Schadstellen im Beton werden nach und nach behoben und die einzelnen Schichten, von der Grundierung bis zur Nutzschicht, werden anschliessend auf den Boden aufgetragen.

Die bisherige Beschichtung – vor allem in den Kurven – war stark abgenutzt, teilweise war sogar der blanke Boden, also der Beton angegriffen, erklärt Andreas Spitz vom technischen Service der Stadtwerke Bad Säckingen. Der technische Service der Stadtwerke betreibt die Lohgerbe und ist auch für die Sanierung zuständig. Diese Abnutzung ist auch gefährlich für die Autofahrer, denn wenn die Beschichtung freigelegt ist, entsteht Rutschgefahr bei Nässe oder Glätte.

Die zwei oberen Ebenen des Parkhauses sind zudem nicht überdacht und somit 365 Tage im Jahr der Witterung ausgesetzt. Das Parkhaus musste also saniert werden. «Umso länger man wartet, umso teurer wird es, die Schäden zu beheben», sagt Spitz. Nur einzelne Stellen zu flicken, hätte dazu geführt, dass man in ein paar Jahren wieder Probleme gehabt hätte, weil der Übergang zwischen dem neuen und dem alten Material nie hundertprozentig dicht sein könne.

Farben sorgen für Sicherheit

Bei den oberen Ebenen liegen die Bauarbeiten derzeit gut im Zeitplan, das Wetter macht mit. Wenn es doch mal regnet, gibt es die Möglichkeit kleinere Arbeiten zu erledigen, die durch die Witterung nicht beeinflusst werden.

Kompletter Stillstand der Arbeiten im Parkhaus sei also sehr unwahrscheinlich. Viel wird sich für die Nutzer optisch nicht verändern, auch die Anzahl der Parkplätze bleibt gleich. Allerdings werden die Fusswege vor allem im Bereich der Aufzüge gekennzeichnet.

Farbliche Bahnen leiten den Fussgänger somit durch das Parkhaus und sorgen für mehr Sicherheit. Auch die barrierefreien Toiletten werden ausgebaut. Für Menschen mit Behinderung gibt es derzeit vier Parkplätze, man bemühe sich darum, die bereits vorhandene Barrierefreiheit im Parkhaus zu verbessern, so Daniela Hausy, Leiterin des technischen Service.

Im Parkhaus fehlen derzeit 109 Parkplätze, wenn die ersten drei Ebenen fertig saniert sind, folgen die Ebenen vier bis sechs. Dann werden mit den weiterhin nicht erreichbaren oberen Decks 216 Parkplätze weniger vorhanden sein.

Anschliessend werden die unteren Ebenen angegangen sowie die Zufahrtsrampe saniert. Ab dem 27. Juli ist das gesamte Parkhaus zehn Wochen gesperrt, zum Teil während der Sommerferien. Für die komplette Sanierung haben die Stadtwerke umgerechnet 1,8 Millionen Franken veranschlagt.