Aussprache
Papstopfer-Boykott hat für Fricktaler Pfarreien keine Folgen

Das Bistum Basel lässt Gnade vor Kirchenrecht walten. Die fünf Fricktaler Pfarreien, die sich geweigert hatten den Papstopfer einzuziehen, werden nicht gebüsst. Sie versprechen, den Obulus nächstes Jahr wieder zu entrichten.

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Papst Benedikt XVI. (Archiv)

Papst Benedikt XVI. (Archiv)

Keystone

Die fünf Fricktaler Pfarreien, die heuer das Papstopfer nicht einzogen (die Aargauer Zeitung berichtete), werden vom Bistum nicht bestraft. Das berichtet das Regionaljournal Aargau Solothurn. «Ich bekam vom Generalvikar einen Brief im Namen des Bischofs und darin steht, dass es keine Sanktionen geben wird», bestätigt Martin Linzmeier, Gemeindeleiter der katholischen Kirche in Gipf-Oberfrick, auf Anfrage der az.

Es kommt zu keinen Sanktionen, da die Pfarreien dem Bistum versprochen haben, im nächsten Jahr das Papstopfer wieder einzuziehen. Das mache man aber nur, wenn man genau darüber informiert werde, wofür der Papst das Geld ausgebe, hiess es vonseiten der Pfarreien. «Das Bistum hat uns versprochen, dass mehr Transparenz eintritt», sagt Linzmeier.

«Der Papst darf die Gelder nur für karitative Zwecke verwenden», sagt Adrienne Suvada, Sprecherin des Bistums. Genauere Angaben könne man auch den Pfarreien nicht erteilen, da die Institutionen, die die Gelder bekommen, ihre Namen nicht veröffentlicht haben wollen, so Suvada weiter. «Diese Institutionen befinden sich beispielsweise in Ländern in Osteuropa oder in Südamerika. Dort kann es aufgrund der schwierigen politischen Situation gefährlich für sie werden, wenn man ihre Namen nennt.» (AHU)