Fricktal

Papiersammlungen gibt es in den meisten Gemeinden nach wie vor

Die Bündel sind geschnürt und werden verladen: Papier sammeln im Fricktal Vereine, Schulen oder Entsorgungsunternehmen. (Archiv)

Die Bündel sind geschnürt und werden verladen: Papier sammeln im Fricktal Vereine, Schulen oder Entsorgungsunternehmen. (Archiv)

Die Sammlung von Altpapier und Karton handhaben die Gemeinden im Fricktal unterschiedlich. Teilweise sind Jungwacht und Blauring oder Vereine im Einsatz.

Zeitungen, Werbematerial, Hefte, Broschüren, Kataloge und viele weitere Drucksachen landen irgendwann in der Altstoffsammlung. Obwohl die Papierberge seit einigen Jahren tendenziell schrumpfen, wie die Aargauer Zeitung bei der Klein AG in Hornussen in Erfahrung bringen konnte, wird in den meisten Fricktaler Gemeinden immer noch fleissig Papier gesammelt.

Entsorgungsstelle im Mettauertal

Eine jener Gemeinden, in der die Einwohner ihre Papierbündel nicht mehr vor die Haustüre stellen können, ist Mettauertal: «Seit der Eröffnung des Recyclingbetriebs voriges Jahr in Etzgen gab es noch eine letzte Papiersammlung. Die Bevölkerung kann ihr Altpapier jetzt dorthin bringen», sagt Gemeindeschreiber Florian Wunderlin. «Die Papierentsorgung funktioniert auch auf diese Weise sehr gut.»

In Frick hingegen gibt es nach wie vor die klassische Papiersammlung, die vier Mal pro Jahr von Jungwacht/Blauring durchgeführt wird, das nächste Mal übrigens am Samstag, dem 9. Mai.

«Die Klein AG stellt die Container zur Verfügung und holt das Sammelgut ab. Die Abrechnung läuft über die Gemeinde», sagt Josef Bernet, Leiter Finanzen der Gemeinde Frick. Der Ertrag aus den Papiersammlungen in Frick fliesst zwar in die Gemeindekasse, «aber wir entschädigen Jungwacht/Blauring mit einem fixen Betrag von 6 Rappen pro Kilo Sammelgut», so Bernet. Zudem stellen das Gewerbe und das Bauamt die Fahrzeuge für die Sammeltouren zur Verfügung.

Wird ein Recyclingbetrieb, der Papier und Karton selber auch einsammelt, durch eine Organisation wie Jungwacht/Blauring konkurrenziert? «Nein», sagt Josef Bernet, «denn wir betrachten den Einsatz der jungen Leute als sinnvolle Freizeitbeschäftigung.» Darüber hinaus sei die finanzielle Entschädigung ein willkommener Beitrag in die Kasse dieser Jugendorganisation.

Die Player auf der Sammeltour

Weitere Player auf der Papiersammeltour sind in den Gemeinden die Vereine oder die Schule. Neu haben sich seit diesem Jahr die beiden Gemeinden Wegenstetten und Hellikon in Sachen Papiersammeln zusammengetan. Das heisst, am 5. Februar führte die seit 2014 bestehende Kreisschule auch in Hellikon die erste Papiersammlung durch, wie Gemeindeschreiber Severin Isler sagt.

In Hellikon kamen 11 und in Wegenstetten 12 Tonnen Altpapier zusammen. Nach wie vor organisiert der Gemeindeverband Abfallbewirtschaftung Unteres Fricktal (GAF) die Papiersammlungen. Seit diesem Jahr ist neu die Firma Lottner aus Basel für das Stellen von je zwei Containern in Hellikon und Wegenstetten zuständig.

Versicherungsfrage wird geklärt

«Wir befassen uns gegenwärtig noch mit der Abklärung von versicherungstechnischen Fragen. Wir möchten nämlich genau wissen, wie und durch welche Versicherung die Schülerinnen und Schüler auf der Sammeltour versichert sind. Das Thema wird den Gemeinderat Hellikon an der Sitzung vom kommenden Montag beschäftigen», so Gemeindeschreiber Severin Isler.

Die Sicherheit der Schüler beim Papiersammeln ist auch Patrick Geiger ein Anliegen. Er ist Leiter der Kreisschule und sagt, dass es Empfehlungen des Kantons gebe. Die Papiersammlung stelle für die Schule einen erheblichen Aufwand dar. «Aber für die Schülerinnen und Schüler weist eine solche Sammeltour pädagogisch nicht zu vernachlässigende, wertvolle Aspekte auf. Und fest steht, dass bei uns alle Schüler beim Papiersammeln eine Leuchtweste tragen müssen und sich auf keine Fahrzeuge setzen dürfen.»

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