Pandemie
Die Fricktaler Narren sind zuversichtlich: Die Vorbereitungen für die Fasnacht sind gestartet

In Rheinfelden sind die Plaketten bestellt, in Laufenburg die Einladungen verschickt. Dennoch bereitet eine allfällige Umsetzung der Zertifikatspflicht in den Fasnachtshochburgen Bedenken.

Dennis Kalt
Drucken
Teilen
Die Narren hoffen, dass sie Fasnacht – wie hier am dritten Faisse 2020 in Laufenburg – 2022 wieder ausgiebig zelebrieren können.

Die Narren hoffen, dass sie Fasnacht – wie hier am dritten Faisse 2020 in Laufenburg – 2022 wieder ausgiebig zelebrieren können.

dka (20. Februar 2020)

Es war ein tristes Jahr für alle Narren. Die Pandemie merzte die fünfte Jahreszeit in den Fasnachtshochburgen aus. In Rheinfelden, Möhlin oder auch Laufenburg blieben die grossen Umzüge, das unbeschwerte, muntere Treiben auf der Strecke. Nun, mit dem beginnenden Herbst, starten die Planungen für die nächste Fasnachtsaison.

Dazu gehört auch die grenzüberschreitende Städtlefasnacht in Laufenburg, die vom 10. Februar bis zum 2. März terminiert ist. Martin Schmid vom Organisationskomitee Städtlefasnacht sagt, dass man die Einladungen an die Gruppen und Zünfte bereits verschickt habe und auch das Line-up für das Open-Air-Guggenkonzert stehe. Schmid sagt:

«Die Hoffnung ist natürlich da. Wir hängen zum jetzigen Zeitpunkt aber schon ein wenig in der Luft.»

Hoffnung macht dem OK etwa die steigende Durchimpfung der Bevölkerung oder auch die Tatsache, dass die Basler Herbstmesse stattfindet. Gleichzeitig verweist Schmid auf die Weihnachtsmärkte von Frick und Laufenburg, die abgesagt sind. «Letztes Jahr fiel der Entscheid zur Absage Ende Oktober, dieses Jahr werden wir länger zuwarten», sagt er.

3G-Regel wäre mit viel Aufwand verbunden

Denn so sei es gut möglich, dass vor der Fasnacht die Schutzmassnahmen für Veranstaltungen weiter gelockert würden. Aktuell würde für die Städtefasnacht gelten, dass der Zugang für Besucherinnen und Besucher nur mit einem Zertifikat erfolgen dürfte – eine Zertifikatspflicht gilt derzeit für Veranstaltungen im Freien, an denen sich die Gäste frei bewegen ab 500 Personen. «Die Kontrolle ist aufwendig. Zumal es ja auch in der Altstadt Bewohnerinnen und Bewohner gibt, die zu ihren Wohnungen müssen», sagt Schmid. Ob eine Zertifikatspflicht ein K.-o.-Kriterium sei, darüber müsse man noch beraten.

Gerade für die fasnächtlichen Vereine und Guggen sei es wichtig, dass die Fasnacht 2022 wieder zelebriert werden könne. «Das ist der Höhepunkt, auf den sie sich vorbereiten, für den sie proben», so Schmid. Ein erneuter Ausfall sei für die Motivation der Vereine und deren Mitglieder nicht gerade förderlich.

Entscheidung fällt spätestens im Dezember

In Rheinfelden sind die Plaketten für die Fasnacht bereits bestellt, sagt Roger Wendelspiess, Präsident der Fasnachtsgesellschaft Rheinfelden. «Ich glaube eher ja als nein», gibt er sich verhalten optimistisch auf die Frage, wie die Chancen für eine Fasnacht 2022 im Zähringerstädtchen stehen. Die Durchführung erleichtern würde eine Auflockerung der 3G-Regel für Veranstaltungen. Wendelspiess sagt:

«Erleichternd wäre es, wenn es im Freien kein Zertifikat mehr braucht und man dieses nur noch beim Beizenbesuch zeigen müsste.»

Die Entscheidung für ein Für oder Wider der Fasnacht würde man wohl voraussichtlich spätestens im Dezember treffen, so Wendelspiess. So ist denn bereits im Januar erstmals seit über 20 Jahren ein «Mümpfeli» mit Guggenmusik an zwei Abenden in der Kurbrunnenanlage angesetzt.

In Kaisten fand diese Woche eine erste Vorstandssitzung statt. «Wir sind zuversichtlich und planen unter den derzeit gegeben Schutzmassnahmen», sagt Narrenvater Marco Zaugg. So habe man etwa beschlossen, dass unter gleichbleibenden Bedingungen der traditionelle Umzug durch das Dorf stattfinden könne. Für den Joggeliball oder den Kinderball laufen Abklärungen, ob sich die Helferinnen und Helfer hierfür zertifizieren lassen würden.

Aktuelle Nachrichten