Schupfart
Ortsbürger sollen den Dorfladen mit 40'000 Franken fördern

Die Genossenschaft Dorfladen Schupfart erhielt 2005 unter anderem private Darlehen als Startkapital, die zurückbezahlt werden müssen. Deshalb haben Ortsbürger eine Initiative eingereicht zur Zeichnung von Anteilscheinen im Betrag von 40000 Franken.

Walter Christen
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Gutes Lebensmittelsortiment mit Frischprodukten, Bistro-Ecke und Postagentur – das bietet unter anderem der Dorfladen in Schupfart. – Foto: chr

Gutes Lebensmittelsortiment mit Frischprodukten, Bistro-Ecke und Postagentur – das bietet unter anderem der Dorfladen in Schupfart. – Foto: chr

«Wir haben ein ausgeglichenes Budget und sind mit dem Dorfladen gut unterwegs», hielt Daniel Müller gegenüber der Aargauer Zeitung auf Anfrage fest. Er ist langjähriger Präsident der Genossenschaft Dorfladen Schupfart und freut sich dennoch, dass die Initiative verschiedener Ortsbürger zur Stärkung des Dorfladens eingereicht wurde beziehungsweise bereits zustande gekommen ist. Denn Unterstützung finanzieller Art verträgt ein Dorfladen natürlich alleweil.

Zeichnung zweier Anteilscheine

So verlangt nun die Initiative folgendes: «Die Ortsbürgergemeinde Schupfart wird Fördermitglied der Genossenschaft Dorfladen Schupfart mit zwei Anteilscheinen von je 20 000 Franken. Die Zeichnung und Zahlung der total 40 000 Franken erfolgt nach Rechtskraft des Gemeindeversammlungsbeschlusses.» Es waren per Datum der Hinterlegung des Initiativbegehrens am 4. April mindestens 22 Unterschriften (ein Zehntel der stimmberechtigten Schupfarter Ortsbürgerinnen und -bürger) erforderlich.

Die Zahl der eingereichten gültigen Unterschriften beträgt 27. Damit ist die Initiative zustande gekommen. Der Gemeinderat wird das Anliegen prüfen und der Ortsbürgergemeindeversammlung vom 27. Juni einen entsprechenden Antrag unterbreiten.

«Ablösung privater Darlehen»

Es trifft nach den Worten von Genossenschaftspräsident Daniel Müller nicht zu, dass der Dorfladen Schupfart vor dem Aus steht und nur noch mit 40 000 Franken der Ortsbürger gerettet beziehungsweise über Wasser gehalten werden könnte. «Vielmehr handelt es sich um die Ablösung privater Darlehen, die wir damals, bei der Gründung vor rund zehn Jahren erhalten haben und die wir zurückzahlen müssen.

Dieses Fremdkapital gilt es nun durch eigene Mittel zu ersetzen. Aus unserer Sicht ist die Unterstützung des Ladens durch die Ortsbürgergemeinde eine erfreuliche Sache, denn so wird die Genossenschaft gestärkt, was letztlich im Interesse der ganzen Bevölkerung ist, die übrigens vorbildlich zum Laden steht», so der Präsident weiter.

Im Jahr 2005 führte privates Engagement, das in der Gründung der Laden-Genossenschaft gipfelte, dazu, dass in Schupfart nach einer vierjährigen, ladenlosen Zeit, die Regale im wieder gefüllt werden konnten. Das Erfolgsrezept lautete: Angebot eines breit gefächerten Lebensmittelsortiments mit Frischprodukten, Bistro-Ecke, Verkauf landwirtschaftlicher Produkte aus der Region sowie Dienstleistungen im Auftrag der Post in Form einer Agentur.

Postagentur eine Erfolgsgeschichte

Präsident Daniel Müller erwähnte, dass Volg der Hauptlieferant des Dorfladens sei. Darüber hinaus führt die Genossenschaft auch Produkte aus dem Dorf im Sortiment; diese Freiheit haben sich die Schupfarter ausbedungen.

Positiv hat sich nach den Worten des Präsidenten auch die Zusammenarbeit mit der Post entwickelt: «Mehr als 15 Prozent unserer Einnahmen generieren wir durch die Agentur, welche die Post in unserem Laden eingerichtet hat. Die Postdienstleistungen werden von der Bevölkerung überaus geschätzt.»