Rheinfelden

Openairk-Kino Rheinfelden: Ein Leckerbissen für alle Sinne

Die Premierengäste genossen die spezielle Atmosphäre auf dem Schalanderplatz. cim

Die Premierengäste genossen die spezielle Atmosphäre auf dem Schalanderplatz. cim

Mit dem Film «Le Concert» wurde das Openair-Kino am Dienstag eröffnet. Es dauert noch bis Samstag und bietet auf dem Schalanderplatz eine spezielle Atmosphäre.

Petrus wird in Zusammenhang mit Openairs gerne zu oft erwähnt. Doch dieses Mal ist er erwähnenswert, denn er hat sich vorzüglich verhalten. Kein Tropfen fiel vom Himmel, als das Openair-Kino in Rheinfelden am Dienstagabend eröffnet wurde. Es war nur etwas kühl, als die Lichter erloschen und der Film begann. Doch dies war ein kleines Übel, das mit warmer Kleidung oder Wolldecken behoben werden konnte.

Auf dem Schalanderplatz der Brauerei Rheinfelden schlängelt sich ein Weg aus Holzspänen zwischen Apfelbäumen hindurch und führt an verschiedenen Essenständen vorbei, bis hin zum eigentlichen Schmuckstück des Festareals, der Freiluftkinoleinwand.

Jazz zur Einstimmung

Gemütlich trudelten Kinoliebhaber, Openair-Fans und Geniesser auf dem Festareal ein. Mit dem Malzgeruch, der daran erinnert, dass normalerweise rund um den Schalanderplatz Bier gebraut wird, vermischte sich der Duft von frischen Waffeln und von scharfem Rindscurry. Etwas versteckt hinter der Bühne servierte der Partyservice «aglio e olio» italienische Leckereien. Auf der Bühne verzückte die «Stage Four Band» mit musikalischen Jazzhäppchen das Publikum am Premierenabend. Frontsängerin Ann Malcolm bat die Gäste mit «Stand by me» zu bleiben, entführte sie mit «Girl of Ipanema» nach Brasilien und stimmte mit «Sway with me» alle Anwesenden ein, mitzuswingen.

Weniger Blockbuster

Im Fokus des Anlasses liegen nicht nur der Gaumenschmaus und der Filmgenuss. Auch die karitative Ader spielt eine Rolle. Stilecht trugen Verkäufer Gasparini-Gelati im Bauchladen vor sich her, was dem Ganzen einen historisch-klassischen Kinotouch verlieh. «Die UBS sponsert die Glaces und der Erlös des Verkaufs geht an die Stiftung Theodora», freut sich Armand Faude, der als freiwilliger Helfer für die Theodora Stiftung Spenden sammelte. Die Stiftung wird aber nicht nur dadurch beschenkt. Das Trinkgeld sämtlicher Einnahmen auf dem Openair-Areal gehen ebenfalls an diese.

Das Openair-Kino Rheinfelden findet in diesem Jahr zum 12. Mal statt. Im vergangenen Jahr erschienen über alle vier Tage hinweg um die 4 200 Gäste. «In diesem Jahr werden es vermutlich weniger Besucher sein, weil viele der ausgewählten Filme eher unbekannt und keine Blockbuster sind», sagt OK-Präsident Daniel Schaffhauser. Das Ziel ist, dass die Gäste unabhängig davon welcher Film gezeigt wird, das Openair besuchen.

Anders als in den Vorjahren eröffnete dieses Jahr kein Schweizer Film den Abend. Stattdessen weihte ein Franzose die Leinwand ein. «Le Concert» ist ironisch, klischeehaft und ein Hauch melodramatisch. Er sorgte aber schon nach wenigen Minuten für herzhafte Lacher seitens der Zuschauer und bewies, dass es sich lohnt, auch mal über den Mainstream-Tellerrand hinweg zu schauen.

www.openairkino-rheinfelden.ch

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