Frick
Online-Marketing für Firmen: Gewerbeverein zeigt wie es geht

Wie setzte ich das Internet am besten für mein Geschäft ein? Mitglieder des Gewerbevereins Region Frick-Laufenburg befassten sich an ihrem World Café mit Online-Marketing.

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Markus Obrist, Tissa Marketing

Markus Obrist, Tissa Marketing

«Soll ich in das Internet und in Social Media als moderne Kommunikationsmittel investieren oder nicht?», fragt sich manche Unternehmerin und mancher Unternehmer. Wie man diese Möglichkeiten richtig nützt, zeigten am World Café des Gewerbevereins Region Frick-Laufenburg Marketingspezialist Markus Obrist von Tissa Marketing, Frick sowie Online-Marketing-Experte Christoph Voser von WebTrendsMedia, Frenkendorf, auf. Markus Obrist: «Wenn man die Jungen erreichen will, muss man über Internet und Social Media ihre Sprache sprechen.»

Effiziente Homepage-Suche

Christoph Voser belegte mit Bildern und Zahlen die eindrückliche Präsenz verschiedener Internetanwendungen. So verzeichnet beispielsweise die Internetsuchmaschine Google weltweit in einer Minute 2,3 Millionen Anfragen, Facebook 1,9 Millionen Likes, Twitter 2,8 Millionen Tweets und Youtube über 300 000 Videos, die angeschaut werden.

In der Schweiz bildet Facebook mit 3,4 Millionen Mitgliedern das grösste Internetnetzwerk. Für Geschäftsbeziehungen, so erklärte der Fachmann, seien jedoch Xing (derzeit 800 000 Mitglieder) und Linkedin (1,3 Millionen Mitglieder) interessanter. Netzwerke müssen betreut und die Nachrichten am besten täglich regelmässig abgerufen werden.

Firmen-Homepages werden sehr stark als Marketingelement eingesetzt, denn diese stehen rund um die Uhr im Netz. Über sie kommt der User schnell zu Auskünften oder kann gleich im Webshop einkaufen. Für eine Firma ist es wichtig, welche Suchwörter für sie und ihre Produkte bei Google hinterlegt wurden.

Zudem sollte erreicht werden, dass der Name der Firma bei einem Suchaufruf zuoberst auf der Internet-Seite erscheint. Zu diesem Ziel kann eine Suchoptimierung führen, welche die 200 Algorithmen berücksichtigt, mit denen Google das Netz scannt und danach die Reihenfolge der Einträge auf ihren Seiten festlegt. Wer bei Google Werbung platziert, kommt automatisch in den vordersten Bereich auf einer Seite oder wird in einer separaten Spalte rechts auf der Website aufgeführt.

Zielgruppe entscheidend

Um Erfolg zu haben, muss eine Homepage übersichtlich strukturiert und zielgruppengerecht aufgebaut sein, als Beispiel nannte Voser die Homepage der Firma Zalando. «Dort messen die Verantwortlichen gar, wie lange ein Benutzer ein Produkt anschaut, ob er kauft oder weitergeht», so der Fachmann.

Zwischen zwei Vorträgen erarbeiteten die 35 Teilnehmer in Arbeitsgruppen Vorschläge, wie Werbung online oder offline (beispielsweise Print) eingesetzt werden kann. Dieser gut besuchte Anlass des Gewerbevereins Region Frick-Laufenburg fand in den Räumen der Getränkefirma Fläschehals in Frick statt und wurde mit einem feinen Apéro abgerundet. (AZ)