Wasserversorgung

Ohne Wasser läuft auch im Fricktal nichts

Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, das Zeiher Grundwasserpumpwerk Zwimatt zu besichtigen.

Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, das Zeiher Grundwasserpumpwerk Zwimatt zu besichtigen.

Auf einer Rundfahrt wurde die interessierte Bevölkerung am Samstag über die Erschliessung, Aufbereitung und Versorgung mit Trinkwasser orientiert.

Wenn es um das kostbare Gut Trinkwasser geht, brennen der Bevölkerung viele Fragen auf der Zunge. Dementsprechend gross war das Interesse, auf einer Rundfahrt der Wasserverbände BEEH und Rewa-Nez die Anlagen der Wasserversorgung persönlich kennen zu lernen.

Grundwassersee unter Bözen

In Bözen erklärte Brunnenmeister Kurt Fischer das Grundwasserpumpwerk Mühlematt, welches seit 1967 in Betrieb ist, und kürzlich eine neue Steuerung bekommen hat. Pro Jahr werden 127000 Kubikmeter Wasser gefördert. Für die Sicherstellung der Wasserqualität wurde 1986 eine UV-Anlage eingebaut. Da Bözen am Ende eines Grundwassersees liegt, sind Trockenphasen sehr schnell spürbar. Notfalls wird zusätzlich Wasser von Frick hochgepumpt.

Brunnenmeister-Stellvertreter Peter Liechti empfing die Gäste im Quellwasserpumpwerk Mühlehalde in Hornussen. Im Schacht der nahe gelegenen Quelle sah man durch einen kleinen Schlitz, wie das Quellwasser an die Oberfläche drückt. Die Quelle war lange die einzige Wasserversorgung für Hornussen. Heute ist die Gemeinde am Versorgungsnetz zwischen Bözen und Frick angeschlossen.

Für Notfälle gewappnet

Inmitten von Maisfeldern lud der Brunnenmeister von Zeihen, Ruedi Birri, in der kleinen Schutzzone zum Abstieg ins Grundwasserpumpwerk Zwimatt ein, das vor allem die Gemeinde Zeihen versorgt. Die bestehende Notleitung nach Hornussen wird jede Woche mit dem 10 Grad kühlen Grundwasser gespült, damit sich in den Leitungen keine Verunreinigungen durch stehendes Wasser ansetzen können. Wie bei allen Stationen wird die Wasserqualität vom kantonalen Amt für Verbraucherschutz zweimal jährlich überprüft.

Im Jahr 1985 wurde im Zusammenhang mit dem Bau des Autobahntunnels das Reservoir Bächli in Zeihen in Betrieb genommen. Dies war auch der Grund, weshalb sich der Bund am Wasserverband Rewa-Nez beteiligte, wie Gemeinderat Beat Bossart aus Effingen erklärte. In zwei riesigen Wasserbecken mit einem Fassungsvermögen von je 350 Kubikmetern ist unter anderem auch die Löschreserve für Notfälle enthalten. Um die Versorgung der angeschlossenen Gemeinden jederzeit sicherzustellen, besteht ebenfalls ein Wasseraustausch mit dem Aaretal.

Jederzeit einsatzbereit

Zum Abschluss gab der Brunnenmeister Walter Eymann in Effingen einen Einblick in die Steuerung der Wasserversorgung. Trotz technischer Unterstützung sind es aber in allen Gemeinden die Brunnenmeister, die bei Pannen rund um die Uhr einsatzbereit sind. Die Infrastruktur in Schwung zu halten und undichte Stellen zu orten, gehört ebenso dazu.

Ob die Wasserversorgung, die technisch schon lange zusammen gehört, auch politisch noch zusammenwächst, wird die Zukunft zeigen.

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