Die erste Folge der SRF-Sendung «Stutz um Stutz» (donnerstags, 21 Uhr, SRF 1) vor einer Woche hatte mit einem Cliffhanger geendet: Findet der Fricktaler Kandidat Andy Meier noch eine Unterkunft für seine erste Nacht? Die letzte Szene zeigte ihn im dunklen St. Gallen, eine Landkarte in der Hand, auf der Suche nach einer bestimmten Adresse (Lesen Sie hier).

Gleich in den ersten Sekunden der zweiten Folge die Auflösung – Klein war in der Szene auf der Suche nach Hanspeter Wagners Haus. Der Diakon hatte ihm einen Schlafplatz angeboten.

Der 62-jährige Klein aus Mumpf ist einer von vier Teilnehmern des Sozialexperiments. Ein schwarzes Notizbuch, ein Kugelschreiber und eine 100-Franken-Note sind alles, was ihnen neben ihrer Kleidung und der Identitätskarte für eine Woche bleiben.

Jobsuche statt Zigaretten

Trotzdem war Klein mit eher speziellen Prioritäten in die erste Folge gestartet. Während sich die anderen Kandidaten sofort um eine Unterkunft und einen Job bemühten, kaufte er erst mal Zigaretten. Das verdutzte nicht nur den Kameramann.

In der zweiten Folge nun legt Klein – der Zuschauer ist geneigt zu sagen: endlich – richtig los. Dabei zeigt sich rasch, dass er mit seinen Sprüchen und dem schallenden Lachen in St. Gallen irgendwie anzukommen scheint.

Die Wirtin eines Restaurants kann ihm zwar keine Arbeit bieten, aber sie verspricht ihm immerhin eine warme Mahlzeit pro Tag. Dann trifft er vor einem Laden auf (Lebens-)Künstler «Kuk».

Der drückt ihm 20 Franken in die Hand und sagt: «Du musst auf die Leute zugehen. Das ist ein Naturprinzip – je mehr du gibst, desto mehr kriegst du zurück.» Kleins 100-Franken-Budget vom Beginn ist damit mehr als wiederhergestellt, ohne, dass er dafür gross etwas hätte geben müssen.

Die anderen Kandidaten sind derweil damit beschäftigt, ihr Geld zu verdienen: Manuela Orlik versucht sich als Aushilfslehrerin, Luca Huber jobbt als Barkeeper – und stellt dann, als er erschöpft ins Bett fällt, fest, dass er jetzt zwar 80 Franken verdient, aber weder Zahnbürste noch Zahnpasta hat.

Zweite Folge der SRF-Sendung:

Gratis-Mehlsuppe und eine SMS

Da geht es Andy Klein besser. Im Restaurant löffelt er seine Gratis-Mehlsuppe und zieht ein Fazit zum ersten Tag. «Bingo! Es ist gut gegangen.» Lachend fügt er an: «Ich habe sogar eine Sekretärin.» Er meint die Wirtin, die auf ihrem Smartphone eine SMS an Kleins Partnerin tippt.

Gut gelaunt macht der Fricktaler sich danach auf den Weg zu seinem Gastgeber. Dort warten ein Bett, eine Zahnbürste und Zahnpasta auf ihn. Mit Barb Streuli übernachtet auch eine zweite Kandidatin beim hilfsbereiten Diakon. Am zweiten Tag wolle er einen Job finden, sagt Klein noch. Dann gehen in der Kandidaten-WG die Lichter aus.