Rheinfelden
Ofenkacheln erzählen Geschichten aus alten Zeiten

Im Fricktaler Museum fand der traditionelle Adventsanlass – diesmal unter dem Titel «Geschichten von der Ofenbank» – statt. Im Museum steht zwar kein funktionsfähiger Ofen mehr, doch in der Sammlung werden einige Relikte alter Öfen aufbewahrt.

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Eine Ofenkachel aus dem Fricktaler Museum. zvg

Eine Ofenkachel aus dem Fricktaler Museum. zvg

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Nach einer kurzen Begrüssung und Einführung zum Anlass brachte Noé Michael den rund 30 Gästen die Geschichte und das Schicksal des verschwundenen Dorfes Höflingen bei Rheinfelden näher. Dieses haben die mit Frankreich verbündeten Schwedischen Truppen während des Dreissigjährigen Krieges ausgeraubt und niedergebrannt. Spannende Geschichten, unterlegt mit Plänen, Bildern und Objekten liessen ein lebendiges Bild Höflingens entstehen.

Dorf wieder ausgegraben

Noé Michael legte weiter dar, wie das Dorf während des Baus der Autobahn A3 im Jahre 1964/65 wiederentdeckt und später teilweise ausgegraben worden war. Teile des Fundmaterials befinden sich heute im Fricktaler Museum.

Besonderes hervorzuheben ist eine Ofenkachel mit dem Motiv des Heiligen Christophorus, der das segnende Jesuskind auf den Schultern über Wasser trägt. Dabei handelt es sich um ein sehr seltenes Motiv für Ofenkacheln.

Eine andere Kachel zeigt eine Darstellung der Orgel spielenden Heiligen Cäcilia von Rom. Diese Szene wird als Verkörperung der Musik angesehen. Hinter der Orgel sitzt ein Engel und betätigt den Blasbalg.

Zum Einstimmen auf die Adventszeit erzählte Ute Gottschall, die Vizedirektorin des Fricktalers Museum, zum Schluss eine Weihnachtsgeschichte vom kleinen Schutzengel namens Gabriel. (AZ)

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