Oeschgen
Christoph Koch ist als Gemeindeammann von Oeschgen abgewählt

Der Oeschger Ammann verpasst die Wiederwahl in den Gemeinderat deutlich – zwei Frauen sind neu gewählt. Auch Kochs Herausforderer Marcel Voser, der neu als Gemeinderat und zugleich als Gemeindeammann kandidierte, verpasste die Wahl in die Exekutive.

Thomas Wehrli
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Christoph Koch ist ab 2022 nicht mehr Gemeindeammann von Oeschgen.

Christoph Koch ist ab 2022 nicht mehr Gemeindeammann von Oeschgen.

Zvg / Aargauer Zeitung


Überraschung in Oeschgen: Gemeindeammann Christoph Koch wurde klar als Gemeinderat und damit auch als Gemeindeammann abgewählt. Er kam lediglich auf 132 Stimmen – und lag damit deutlich hinter den fünf Kandidaten, die gewählt wurden, und auch klar unter dem absoluten Mehr von 182 Stimmen. Woran lag es? Kritisiert wird im Dorf vor allem die Kommunikation des Gemeinderates, die mit Koch identifiziert wurde und die viele als schwach empfanden. Koch war am Sonntag für eine Stellungnahme nicht erreichbar respektive wollte sich nicht zur Abwahl äussern.

Unklar, wer künftig die Gemeinde führt

Damit ist in Oeschgen derzeit unklar, wer künftig die Gemeinde führt. Denn auch Kochs Herausforderer Marcel Voser, der neu als Gemeinderat und zugleich als Gemeindeammann kandidierte, verpasste die Wahl in die Exekutive; er kam auf drei Stimmen mehr als Koch bei der Gemeindeammannwahl. Bei dieser blieben aber beide, Koch wie Voser, ebenfalls deutlich unter dem absoluten Mehr. Neu die den Gemeinderat ziehen Esther Herzog und Vasna Wöhler ein. Herzog erzielte sogar das beste Ergebnis und lag noch eine Stimme vor dem Bisherigen Yves Keiser. Dieser schaffte seinerseits die Wahl zum Vizeammann sehr deutlich. Voser ist beim Telefon mit der AZ gefasst, dass er nicht gewählt wurde. «Ich bin relativ spät als Kandidat dazu gekommen», sagt er. «Viele hatten die Wahlzettel da bereits abgegeben.»

Option für die Bevölkerung darstellen

Dass er es versucht hat, findet Voser, der zwischen 2003 bis 2013 bereits einmal Mitglied des Gemeinderates war, nach wie vor richtig. «Ich wollte eine Option für die Bevölkerung darstellen», sagt er. Dass Koch so wenige Stimmen bekam, hat Voser überrascht. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,5 Prozent.

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