Der Bauantrag sei vergangene Woche eingetroffen, teilte Bürgermeister Ulrich Krieger diese Woche im Gemeinderat mit. Er kündigte an, dass er den Antrag in der ersten Sitzung des neuen Jahres, am 28. Januar, dem Gemeinderat vorlegen werde.

Albert Gebhardt, Geschäftsführer des Waldshut-Tiengener Obi-Markts und Sprecher der Investoren, wollte noch keinen Zeitpunkt für einen Baubeginn nennen. Zuerst müsse die definitive Genehmigung auf dem Tisch liegen. Der jetzt eingereichte Antrag stelle allerdings einen grossen Schritt dar.

Jahrelanges Hin und Her

Das Einvernehmen des Laufenburger Gemeinderats gilt als reine Formsache. Bereits Anfang August 2017 hatte das Gremium einstimmig eine Voranfrage zur Errichtung des 7500  Quadratmeter grossen Baustoff- und Heimwerkermarkts mit Gartencenter bejaht. Einen Monat später hatte auch das Landratsamt erklärt, dass die Errichtung eines Markts der beantragten Grösse zulässig sei.

Spätestens als der Gemeinderat Bad Säckingen Abstand nahm von einer möglichen Klage, wartete die Öffentlichkeit auf den Eingang des Bauantrags. Keine Frage sei ihm im jetzt bald abgelaufenen Jahr so oft gestellt worden, wie die nach dem Baumarkt, erklärte Ulrich Krieger.

Seit über 20 Jahren beschäftigt die Nutzung des ehemaligen Dampfsäge-Areals Behörden, Investoren und Öffentlichkeit. 1997 stellte die Dampfsäge ihren Betrieb ein. 2005 beschloss der Gemeinderat Laufenburg den Bebauungsplan Laufenpark-Ost. Er sah auf dem Areal einen Baumarkt vor. Die Projektentwicklungsgesellschaft Jelau übernahm das Areal.

2015 legte Jelau der Stadt Laufenburg eine als mindestens notwendig erachtete Verkaufsfläche von 7500 Quadratmetern vor – mehr als ursprünglich vorgesehen. 2017 beschloss der Gemeinderat die entsprechende Änderung des Bebauungsplans.

Der Gemeinderat Bad Säckingen erklärte daraufhin, einen Baumarkt in dieser Grösse notfalls juristisch zu verhindern. Im Dezember 2017 dann die Kehrtwende: Der Gemeinderat Bad Säckingen nahm Abstand von der Klage. (VON)