Laufenburg DE

Obi-Baumarkt beim Zoll ist einen Schritt weiter

Direkt beim Kreisel nach dem Grenzübergang soll ein grosser Obi-Baumarkt entstehen. Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan angepasst.

Der in badisch Laufenburg auf dem ehemaligen Dampfsäge-Areal geplante Obi-Baumarkt hat am Montag die erste Hürde genommen. Der Gemeinderat billigte bei einer Gegenstimme die Änderung des Bebauungsplans Laufenpark-Ost. Statt der bisher maximal 5300 Quadratmeter Verkaufsfläche für einen Baustoff- und Heimwerkermarkt sollen dort jetzt 7500 Quadratmeter inklusive Gartencenter erlaubt sein. Dies entspricht der bei Obi geltenden Mindestfläche.

Die in der bisherigen Planung vorgesehene öffentliche Strasse zwischen Zollkreisel und Heinrich-Brockmann-Strasse soll aufgehoben werden. Jetzt beginnt mit der Öffentlichkeitsbeteiligung die zweite Etappe, in der fast 30 Träger öffentlicher Belange und Anlieger gehört werden.

«Städtebauliches Ziel»

«Wir hoffen, dass wir das Projekt jetzt relativ schnell anschieben können», sagte Michael Schelle von der JeLau Projektentwicklungsgesellschaft. Gemeinsam mit Albert Gebhardt war er nach Laufenburg gekommen. Beide sind auch Geschäftsführer des 2011 eröffneten Obi-Markts in WaldshutTiengen. Im Laufenburger Markt rechnen sie mit 35 bis 40 Mitarbeitern. Die Zufahrt soll hauptsächlich über den Zollkreisel erfolgen, der Kundeneingang liegt an der Nordseite des Gebäudes, die Warenanlieferung erfolgt von Süden. Zusätzlich zum Café am Eingang ist an der Waldshuter Strasse ein Schnellrestaurant angedacht.

In der Aussprache begrüssten die Stadträte Gerhard Tröndle (CDU) und Robert Terbeck (SPD) das Projekt ausdrücklich. Skeptisch äusserte sich Gabriele Schäuble (Freie Wähler), die sich bei der Abstimmung enthielt. Sie fragte, was geschehe mit der riesigen Gebäude- und Stellplatzfläche, wenn die Kaufkraft des Frankens nachlasse und die Schweizer Kundschaft ausbleibe.

Gegen die Änderung des Bebauungsplans stimmte Bernhard Gerteis (Freie Wähler). Er beanstandete den Wegfall der öffentlichen Strasse. Durch die Kundschaft des Baumarkts werde sich das Verkehrsaufkommen in der Brockmann-Strasse vervielfachen, was an der Einmündung in die Waldshuter Strasse zu Staus und Unfällen führen werde. Ausserdem habe der Eigentümer des Gebäudes Stadtweg1 Land für die Erschliessungsstrasse verkauft – im Vertrauen darauf, dass diese auch seine eigene Immobilie erschliessen werde. Den Verzicht auf diese Strasse nannte Gerteis «Vertrauensbruch» und «Betrug». Der Bürgermeister erklärte, der Verzicht auf eine öffentliche Strasse entledige die Stadt auch etwaiger Unterhaltskosten. Den Vorwurf des Betrugs wies er zurück.

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