Fischingertal

Oberstufenzentrum Fischingertal: Gespräche mit Investor sind im Gange

Wie das Oberstufenzentrum in Mumpf künftig genutzt wird, ist offen.

Wie das Oberstufenzentrum in Mumpf künftig genutzt wird, ist offen.

Der erweiterte Schulvorstand prüft weiter verschiedene Optionen für die Nutzung des Schulgebäudes des Oberstufenzentrums Fischingertal ab Sommer 2019.

Ab dem Schuljahr 2019/20 werden die Oberstufenschüler der vier Verbandsgemeinden des Oberstufenzentrums Fischingertal (OSZF) – Mumpf, Obermumpf, Schupfart, Wallbach – in Rheinfelden unterrichtet. Das Oberstufenzentrum in Mumpf, das 2005 gebaut wurde, wird ab dann nicht mehr benötigt.

Wie Astrid Zeiner, Präsidentin des OSZF-Schulvorstands, in einer Mitteilung schreibt, werden derzeit gemeinsam mit dem Gemeinderat Mumpf verschiedenen Varianten geprüft – vom Verkauf an die Gemeinde Mumpf über den Verkauf an einen Investor oder eine allfällige Umzonung. «Viele Abklärungen sind auf kommunaler und kantonaler Ebene hängig», so Zeiner. Es brauche deshalb weiter Zeit. Wegweisende Entscheidungen seien jedoch bis im Herbst zu erwarten.

Bis dann werden auch Entscheidungen bezüglich Tagessonderschule erwartet. «Die Tagessonderschule hält auch nach den neusten Erkenntnissen der Schülerzahlen des Kantons am Angebot einer gemeinsamen Nutzung mit der Primarschule Mumpf fest», so Zeiner. Die Tagessonderschule würde sich mit einer Leistungsvereinbarung mit dem Kanton im OSZF einmieten.

Keine Eingabe für Asylunterkunft

Auf die Ausschreibung über die Website von Remax hätten sich einige Interessenten gemeldet, so Zeiner. Mit einem Interessenten fänden aktuell vertiefte Gespräche über die Weiternutzung als Schulraum statt. «Dabei handelt es sich um einen Investor, der Fondsgelder explizit in Schulliegenschaften investieren will, um die Gemeinden zu entlasten», sagt Zeiner. Dieser Investor würde das OSZF allenfalls kaufen, brauche dazu aber einen Ankermieter, der rund die Hälfte der Liegenschaft miete, um das Risiko zu minimieren.

Die Idee, im OSZF eine kantonale Asylunterkunft einzurichten, wurde laut Zeiner «geprüft und eingehend diskutiert». Der erweiterte Vorstand sei aber zum Entscheid gekommen, keine Eingabe beim Kanton für eine solche Nutzung zu machen. Die Begründung sei in den örtlichen Gegebenheiten – Rheinnähe, Schulnähe, Wohnquartiernähe – zu finden. «Ebenfalls ist man sich einig, dass die Wohn- und Lebensqualität in den Dörfern durch eine so grosse Anzahl Asylsuchenden allenfalls zu sehr gestört werden könnte.» 

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