Obermumpf
Obermumpf stellt das neue Gemeindehaus vor

Drei Jahre Bauzeit und rund 1,9 Millionen Franken hat sich die Gemeinde Obermumpf das neue Prestigeobjekt kosten lassen: das Gemeindehaus, das Verwaltung, Archiv und Wohnungen beinhaltet.

Martina Proprenter
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Hinterhof 9, hier fand der gemütliche Umtrunk am Tag der offenen Tür statt, während des Regens
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Gemeindeammann Eva Frei und Architekt Urs Meyer
Saniert aber in den Grundzügen erhalten blieb der Eingangsbereich des alten Schulhauses von 1877, das nun Gemeindehaus ist
Einweihung Gemeindehaus Mumpf
Gemeindeammann Eva Frei
Besucher sehen sich das Archiv an
Besucher konnten sich Bilder von der Bauphase via Beamer anschauen

Hinterhof 9, hier fand der gemütliche Umtrunk am Tag der offenen Tür statt, während des Regens

Martina Proprenter

«Die Einweihung des Gemeindehauses ist ein grosser Tag für Mumpf», versicherte Gemeindeammann Eva Frei. In ihrer Rede erinnerte sie an die zahlreichen Helfer, die ehrenamtlich geholfen hatten, das alte Schulhaus von 1877 zu sanieren und auszubauen. Sie dankte ihren Gemeinderatskollegen und auch den Vereinen für ihren Mut, das Projekt mit vereinten Kräften anzugehen. «Es gab nie die Überlegung, das Gebäude abzureissen», zeigt sich Frei stolz, denn das historische Gebäude liegt den Obermumpfern am Herzen, bei lediglich zwei Gegenstimmen wurden die Sanierungskosten bewilligt.

Einige «Knacknüsse»

Nach einem Konzert des Musikvereins Obermumpf konnten sich die Bürger ihr neues Gemeindehaus anschauen. Auch Architekt Urs Meyer stand für Nachfragen bereit. 2012 hatte er eine Studie eingereicht, wie das alte Gebäude saniert und altersgerecht hergerichtet werden könnte. Während der Bauarbeiten musste er aber nochmals umplanen, wegen des instabilen Hangs, in den das Archiv eingelassen werden sollte. «Knacknüsse» waren für seine Arbeit auch faule Dachbalken, die ersetzt wurden, und die Sicherung der Decke zum ersten Obergeschoss, in welche Stahlträger eingebaut wurden, um die in den Obergeschossen gebauten Wohnungen zu stützen.

Diffizil gestaltete sich für Meyer auch der Eingangsbereich, denn dieser historische Bereich sollte erhalten bleiben. Um die Tür beizubehalten, führt der Weg nun über eine Stufe, die sich am Samstag zur regelrechten Stolperfalle für die Besucher entwickelte. «Bestimmt haben sich die Bürger bald daran gewöhnt», ist sich Meyer sicher. Der barrierefreie Zugang ist über den Hof möglich, samt Parkmöglichkeiten und Lift.

Innerhalb eines Monats soll der Platz rund um das Gemeindehaus nun fertiggestellt werden, Veloständer und Briefkasten angebracht werden. In einem internen, freundschaftlichen Konkurrenzkampf stand das neue Gemeindehaus an der Einweihung mit der Wohnbaugenossenschaft. Denn diese renoviert wenige hundert Meter weiter ebenfalls ein Gebäude, für 2,5 Millionen Franken, als reiner Wohnkomplex mit altersgerechten Wohnungen. Dieses Gebäude, im Hinterhof 9, wird im Juli fertig, drei Wohnungen sind noch frei.

Die ersten Lifte im Dorf

Wegen des Regens am Samstag wurde der gemütliche Teil des Tages der offenen Tür, der Umtrunk, in dieses Gebäude verlegt. Stolz führten dort die Vorstandsmitglieder der Wohnbaugenossenschaft durch die Räume. Gabi Hasler etwa verwies auf das Rad im Dachgiebel, das erhalten geblieben ist. Stolz sind die Obermumpfer auch auf die beiden Lifte, die in Gemeindehaus und Hinterhof 9 eingebaut sind, denn diese sind die ersten, die es im 1000-Einwohner-Dorf gibt.

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