Obermumpf
Noch fehlen zwei Kandidaten für den Gemeinderat – der designierte Ammann bleibt aber zuversichtlich

Am nächsten Sonntag steht in Obermumpf der erste Wahlgang der Gesamterneuerungswahlen für den Gemeinderat an. Drei Bisherige treten nicht mehr an – aber nur eine Kandidatin tritt neu an. Es droht eine Vakanz. Der designierte Ammann Benedikt Gürtler bleibt allerdings zuversichtlich, dass sich weitere Kandidaturen finden.

Nadine Böni
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Drei freie Sitze, eine Kandidatin – droht im Obermumpfer Gemeinderat bald eine Vakanz?

Drei freie Sitze, eine Kandidatin – droht im Obermumpfer Gemeinderat bald eine Vakanz?

Claudio Thoma (13. November 2018)

Die Situation ist in Obermumpf nicht wirklich neu: Es steht eine Wahl für einen oder mehrere Sitz(e) im Gemeinderat an – und es fehlen Kandidaten. Das war unter anderem 2018 bereits so, als der Gemeinderat gar in Unterbesetzung in die Amtsperiode startete und Anfang März die Lücke doch noch geschlossen werden konnte.

Nun stehen am nächsten Sonntag die Gesamterneuerungswahlen für die Amtsperiode 2022 bis 2025 an – und erneut fehlen Kandidaturen. Gleich drei vakante Sitze sind zu besetzen. Neben Gemeindeammann Eva Frei haben auch die Gemeinderäte Andreas Bürgin und Jürgen Schneider bekanntgegeben, dass sie sich nicht für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stellen.

Findungskommission sucht mögliche Interessenten

In der Anmeldefrist für den ersten Wahlgang waren keinerlei Kandidaturen gemeldet worden, in der Nachmeldefrist dann jene von Jacqueline Zesiger. Seither ist es im Dorf ruhig geworden mit allfälligen Spekulationen zu möglichen Interessenten oder gar Kandidaturen. «Man hört gar nichts», sagt Vizeammann Benedikt Gürtler, designierter Nachfolger von Eva Frei. Dabei, davon ist Gürtler überzeugt, gäbe es im Dorf «durchaus einige valable Kandidatinnen und Kandidaten.»

Vizeammann Benedikt Gürtler und Gemeinderätin Claudia Seewald kandidieren wieder – er als Ammann, sie als Vizeammann.

Vizeammann Benedikt Gürtler und Gemeinderätin Claudia Seewald kandidieren wieder – er als Ammann, sie als Vizeammann.

Zvg / Aargauer Zeitung

In Obermumpf kümmert sich eine Findungskommission um die Rekrutierung möglicher Interessenten. Vor dem ersten Wahlgang vom Sonntag nun würden aber wohl keine grossen Anstrengungen mehr unternommen, sagt Gürtler, der Einsitz in der Kommission hat. Er ergänzt:

«Vielmehr gilt es nun, das Augenmerk auf den zweiten Wahlgang im Herbst zu legen und die Zeit bis dahin zu nutzen.»

Im ersten Wahlgang kann jede in der Gemeinde wahlfähige Person als Kandidatin oder Kandidat gültige Stimmen erhalten. Die Obermumpfer Findungskommission werde daher wohl erst die Resultate aus dem ersten Wahlgang abwarten und Personen, die allenfalls ohne Kandidatur bereits mehrere Stimmen erhalten, kontaktieren.

Die Vergangenheit lehrt Gelassenheit

Die frühzeitige Ansetzung des ersten Wahlgangs gewähre genügend Zeit, weitere Kandidatinnen oder Kandidaten zu finden, ist Gürtler überzeugt. Die Vergangenheit lehrt den Vizeammann dabei auch Gelassenheit:

«Wir kennen diese Situation. Bisher hat sich noch immer eine Lösung ergeben und ich bin überzeugt, dass das auch diesmal klappt.»

Natürlich beschäftigt sich der designierte Ammann aber mit dem Szenario, mit einem unterbesetzten Gemeinderat in die Amtsperiode zu starten. Gürtler kennt diese Situation – auch aus den vergangenen Monaten. Nach der Demission von Eva Frei führt er bereits jetzt deren Geschäfte. Er lobt seine Ratskollegen für die «grosse Unterstützung» dabei, sagt allerdings:

«Als Übergangslösung funktioniert das. Aber für die neue Amtsperiode wäre mir eine Gesamtbesetzung sicher lieber.»

Sollte es trotzdem so weit kommen, werde der Gemeinderat aber auch diese Aufgabe lösen.