Möhlin
Obergericht verschärft Strafe: «Facebook-Mörder» muss 18 Jahre ins Gefängnis

Der «Facebook-Mörder» von Möhlin muss 18 Jahre hinter Gitter. Das Aargauer Obergericht hat die Berufung der Staatsanwaltschaft gutgeheissen. Der Portugiese war ursprünglich zu 12 Jahren Haft verurteilt worden.

Merken
Drucken
Teilen
Tötungsdelikt in Möhlin
3 Bilder
Tötungsdelikt in Möhlin: In diesem Mehrfamilienhaus wurde die tote Frau gefunden, nachdem ihr Mann bei der Polizei aufgekreuzt war.
Der Leichenwagen holt die Leiche der Frau ab.

Tötungsdelikt in Möhlin

Newspictures

Strafe um 50 Prozent erhöht: Das Aargauer Obergericht schickt den «Facebook-Mörder» von Möhlin für 18 Jahre ins Gefängnis. Es verschärft damit das Urteil des Bezirksgericht Rheinfelden, das den Mann zu 12 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte das Urteil weitergezogen und jetzt recht bekommen.

Die Tat passierte am 20. Mai 2013: Der damals 42-jährige Portugiese tötete seine getrennt von ihm lebende Ehefrau in Möhlin. Er schlug ihren Hinterkopf mehrmals stark auf den Boden. Auf Facebook hatte er sie zuvor mit einem gefälschten Profil ausspioniert.

Das Obergericht stufte die Tötung als Mord ein – anders als das Bezirksgericht, das den geständigen Täter wegen vorsätzlicher Tötung schuldig gesprochen hatte. Der Portugiese hatte ebenfalls Berufung eingelegt: Er verlangte eine Verurteilung wegen Totschlags und fünf Jahre Haft. Das lehnte das Obergericht jedoch ab.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann innert 30 Tagen beim Bundesgericht angefochten werden. (mwa)