Frick
Nun heisst es in Frick: Finanzen im Auge behalten

Die 12 Mio. für das neue Fricker Gemeindehaus, sollen ohne Steuererhöhung aufgwendet werden – dies versprach der Gemeinderat im Vorfeld der Abstimmung. Der Souverän glaubte ihm und wird ihn an diesen Worten messen. Kommentar von Marc Fischer.

Marc Fischer
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Das neue Gemeindehaus Frick kann gebaut werden – der Neubau soll gemäss Zeitplan Ende 2015 fertig sein.

Das neue Gemeindehaus Frick kann gebaut werden – der Neubau soll gemäss Zeitplan Ende 2015 fertig sein.

Visualisierung/Archiv

Mitte Mai wurde das geplante neue Gemeindehaus an einer Informationsveranstaltung der Fricker Bevölkerung vorgestellt und nichts deutete darauf hin, dass es zu einer Referendumsabstimmung kommen würde. Nur rund 30 Personen wollten sich informieren, obwohl es um ein 12-Millionen-Projekt ging. In diesem Punkt müssen sich die Gemeindehausgegner an die eigene Nase fassen – zu spät haben sie ihren Widerstand zum Ausdruck gebracht.

An der «Gmeind» waren die kritischen Wortmeldungen rar – aber vorhanden. Mehrere Parteien äusserten Bedenken wegen der hohen Kosten und auch die Finanzkommission machte klar, dass das Investitionsprogramm keine Reserven mehr habe. Dennoch gab es ein Ja – die Argumente des Gemeinderates schienen bei der Bevölkerung anzukommen.

Nun hat der Souverän endgültig entschieden, dass er dem Gemeinderat Glauben schenkt, der nicht müde wurde zu beteuern, dass das neue Gemeindehaus aufgrund der Platzverhältnisse nötig und gleichzeitig auch ohne Steuererhöhung finanzierbar sei. Der Gemeinderat muss das Vertrauen nun zurückzahlen und die Baukosten und die Gemeindefinanzen im Auge behalten. Die Gegner, die mit rund 45 Prozent Nein-Stimmen einen Achtungserfolg erzielten, werden dies nämlich auch tun.

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