Kaisten
Nuggipiraten entern das Dorf, Nonnen erobern die Bühne

Auf und neben der Fasnachtsbühne wurde an der Kaister Strassenfasnacht das Dorfgeschehen närrisch beleuchtet. So man Tipps, wie man es besser machen könnte, bekam auch die Nachbargemeinde Laufenburg.

Susanne Hörth
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Mit Konfetti und schrägen Sprüchen wurde vom Piratenschiff aus geschossen.

Mit Konfetti und schrägen Sprüchen wurde vom Piratenschiff aus geschossen.

Susanne Hörth

«Ein richtig schönes, buntes Dorffest», sagte ein begeisterter Besucher der Chaischter Strossefasnacht. In Kaisten gehört es zur Tradition, dass am Fasnachtssonntag nach dem kurzen Umzug ein grosses Treffen auf dem Platz zwischen Volg und Raiffeisenbank stattfindet.

Vor und auf der Bühne gaben die Umzugsteilnehmenden nicht nur Musikalisches zum Besten. In frechen Sprüchen wurde das Dorfgeschehen närrisch beleuchtet. Die Gemeindebehörde erhielt so den einen oder anderen Rat, was sie künftig besser machen können. Verschont blieb dabei auch nicht die Nachbargemeinde Laufenburg. Für die dortige Regierung hatte man gratis Tipps parat, wie man die Finanzen etwas aufpeppen könnte. Dass die Kirche aber im Dorf bleibt, zeigten die Schnitzelbänkler mit schrägen Seitenblicken auf das zurzeit in der Sanierung befindliche Kaister Gotteshaus.

Einem neueren Bewohner der Gemeinde gedachte die alte Garde gleich mit einem ganzen Wagen. Seit einiger Zeit haust im Mühliweiher Kaisten ein Biber. Dessen genagte Hobelspäne, aufgefädelt an einer Schnur, verteilten die Mitglieder der alten Garde an die Besucher. Dass Gross und Klein gerne Pirat sein möchte, zeigte der Elternverein mit seinem Piratenschiff. Es wurde auch geschossen. Mit Konfetti aus den Kanonen und schrägen Sprüchen aus den Mündern der grossen Nuggipiraten. Ein kleines Jubiläum feierte der Samariterverein. Seit 15 Jahren begeistert der Verein nicht nur auf der Fasnachtsbühne mit seiner Sister-Act-Show.