Stein
Novartis-Investitionen stärken Standort Stein

Gemeindeammann Hansueli Bühler freut sich über die Stärkung des Novartis-Standortes Stein. Der Pharma-Konzern investiert über 500 Millionen Franken in eine moderne Anlage für feste Arzneiformen.

Marc Fischer
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Das Novartis Gebäude in Stein

Das Novartis Gebäude in Stein

Keystone

Das Werk werde mit der neuen hochmodernen Anlage eine «Schlüsselrolle in unserem weltweiten Produktionsnetzwerk» übernehmen, liess sich Novartis-CEO Joseph Jimenez in einer Presserklärung zitieren. Die neue Produktionsanlage ersetzt dabei eine derzeit in Stein bestehende Anlage.

Der Steiner Gemeindeammann Hansueli Bühler freut sich in einer ersten Stellungnahme über den Entscheid des Pharma-Konzerns. «Dass ein Weltkonzern wie die Novartis in Stein weiter investiert, ist positiv.» Schliesslich sei der Pharma-Konzern ein bedeutender Arbeitgeber und ein bedeutender Steuerzahler. Mit den Investitionen werde der Standort Stein weiter gestärkt und gefestigt, ist der Gemeindeammann überzeugt.
Arbeitsplätze bleiben erhalten
«Die Investition ist für uns besonders wertvoll, weil eine Produktionsanlage ersetzt wird», betont Hansueli Bühler. Hätte sich die Novartis anders entschieden, hätte das für das Werk Stein ziemlich sicher einen Verlust von Arbeitsplätzen bedeutet. Nun seien diese auch für die Zukunft gesichert. «Unter dem Strich werden wohl gleich viele Leute im Werk Stein arbeiten, wie bis anhin», so Bühler, «wichtig ist jedoch, dass wir die Arbeitsplätze in unserer Region behalten können.» Die Gemeinde Stein habe zwar gewusst, dass Ideen bestehen und Planungen im Gange seien, diese aber nicht im Detail gekannt, so Bühler weiter.
Entstehen wird die neue Produktionsanlage auf dem Novartis-Areal. «Das grosse eingezonte und eingezäunte Grundstück bietet genügend Platz», weiss Bühler. Läuft alles nach Plan, wird der Spatenstich schon bald erfolgen. Die Grundsteinlegung ist bereits für den kommenden Juli geplant, wie die Novartis schreibt. Bis im Jahr 2016 soll die neue Produktionsanlage dann die volle Kapazität entfalten.
Region und Gewerbe profitieren
Derzeit sind zwei weitere Investitionsprojekte am Standort Stein in der Ausführungsphase: Seit letztem September wird für 60 Millionen Franken die Produktionslinie zur Herstellung gefriergetrockneter Produkte modernisiert. Diese Arbeiten und sollen bis 2014 beendet werden. Und seit letztem Jahr befindet sich auch das neue Gebäude «Cube 2» im Bau , mit dem Novartis die Kapazitäten ihres Rechenzentrums steigern wird. Dieser Erweiterungsbau soll 2013 fertiggestellt werden.

Bühler sieht deshalb auch Chancen für das regionale Gewerbe, von der Investition der Novartis profitieren zu können. «Direkt oder indirekt haben die grossen Investitionen sicherlich auch positive Auswirkungen auf das lokale und regionale Gewerbe», so der Steiner Gemeindeammann. «Es profitiert deswegen nicht nur Stein sondern die gesamte Region.»