Acht Meter lang, 210 Millionen Jahre alt, eine Fusslänge von 60 Zentimetern – der Plateosaurier, der im Juli letzten Jahres in der Tongrube Gruhalde entdeckt wurde, ist bis dato das grösste in Frick gefundene Skelett. Nun steht mit der Präparation der Riesenechse eine kostspielige Herausforderung an.

«Die Präparation wird insgesamt rund 60 000 Franken kosten», sagt Andrea Oettl, Leiterin des Fricker Sauriermuseums. Für die Präparation der einzelnen Knochen werden etwa 40 000 Franken veranschlagt. Weiter fallen Materialkosten mit rund 4000 Franken und der Skelettzusammenbau mit etwa 15 000 Franken ins Gewicht.

Um einen Teil dieser Summe zusammenzubekommen, wurden an den Basler Mineralientagen Anfang Dezember bereits einzelne Knochen symbolisch verkauft: «Wir haben dort einen Oberschenkelknochen für 1600 Franken, ein Schulterblatt für 800 Franken sowie eine Rippe für 100 Franken verkauft», zählt Oettl auf. Zudem sei im Anschluss der Veranstaltung noch eine anonyme Spende über einen mittelgrossen Betrag eingegangen. «Bei Spenden von über 300 Franken werden die Gönner namentlich auf einer Tafel vor dem zusammengebauten Skelett genannt», sagt die Museumsleiterin .

Gezielte Spendensuche

Weiter soll auch bei Unternehmen gezielt auf Spendensuche gegangen werden: «Beispielsweise fragen wir verschiedene Fitnessstudios, ob sie in die Rückenwirbel des Plateosauriers investieren wollen», sagt Oettl.

Die Museumsleiterin hofft, dass die vollständige Präparation des Skeletts noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann, denn: «Wir haben von einem Museum aus Deutschland eine Anfrage für eine Ausstellung für den März 2017 erhalten.»

Saurier-Tournee

Dies spielt Oettl in die Karten, denn erstens sind die Räumlichkeiten des Fricker Sauriermuseums zu klein, um den Dino-Koloss in seiner Ganzheit zu präsentieren. Und zweitens sei deswegen schon im Vorfeld geplant gewesen, mit dem Saurier-Skelett auf Tournee zu gehen.

Bis es jedoch so weit ist, müssen vom Paläontologen Ben Pabst noch einige Knochen von ihren Sedimentablagerungen gelöst werden: «20 Knochen sind bis jetzt schon präpariert worden. An die 300 liegen noch vor uns», sagt Oettl.