Rheinfelden

Noch nicht genug Heu unten: 30 Personen demonstrieren gegen «Geissen-Politik»

Ruedi Müller wittert in D.J. einen Tierquäler.

Ruedi Müller wittert in D.J. einen Tierquäler.

Der Knatsch um die Stadtgeissen von Rheinfelden will kein Ende finden: Rund 30 Personen haben heute gegen den Entscheid der Stadt demonstriert, dass die Geissen nur noch vom Werkhof gefüttert werden sollen. Sie sehen darin einen politischen Entscheid

Rückblende: Alles begann mit dem Tod einer Zwergziege. Tierpflegerin Esther Senn und ihr Partner Ruedi Müller hatten den als «Geissenvater» bekannten Werkhofmitarbeiter und für die Fütterung der Rheinfelder Stadtgeissen verantwortliche D.J.* im Verdacht, den Tieren notorisch zu wenig zu essen zu geben. Also gingen sie mit ihrer Vermutung an die Öffentlichkeit.

Was folgte war eine hin und her zwischen Stadt und den Ankägern. Gutachten und Gegengutachten wurden erstellt. Das Resultat: Die Geissen wurden ordentlich versorgt. Vom Vorwurf der Tierquälerei kann keine Rede sein.

Tierpflegerin Esther Senn ist nun ihren Job als Betreuerin der Geissen los. Von «fristloser Kündigung» spricht Müller. Stadtschreiber Roger Erdin dementiert. Esther Senn und die andere Tierbetreuerin seien lediglich von ihren Aufgaben im direkten Zusammenhang mit der Geissenfütterung entbunden worden. Diese übernehmen nun im Sinne von «alles aus einer Hand» die Werkhofmitarbeiter.

Gegen diese Tatsache wollen sich Ruedi Müller und ungefähr 30 weitere Personen wehren. Im Speziellen stossen sie sich daran, dass die Geissen weiterhin von D.J. betreut werden, wie Müller gegenüber «TeleM1» sagt. D.J. wie auch den Stadtpräsidenten Franco Mazzi und den Leiter des Stadtbauamtes Urs Affolter hat Müller im Februar angezeigt. (rhe)

Rund 30 Personen demonstrieren in Rheinfelden gegen die «Geissen-Politik»

Rund 30 Personen demonstrieren in Rheinfelden gegen die «Geissen-Politik»

Meistgesehen

Artboard 1