Wittnau
Noch fehlt der Gemeinde ein richtiges Dorfzentrum – das soll sich jetzt ändern

Das Areal um das Gemeindehaus und den Oberen Kirchweg soll neu gestaltet werden.

Ingrid Arndt
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Sind eingebunden in die Gestaltung des zu schaffenden Dorfzentrums Wittnau: (v. l.) Philipp Müller, Daniela Bächli, Markus Schnidrig, Emily Oertelt, Gertrud Häseli.

Sind eingebunden in die Gestaltung des zu schaffenden Dorfzentrums Wittnau: (v. l.) Philipp Müller, Daniela Bächli, Markus Schnidrig, Emily Oertelt, Gertrud Häseli.

Ingrid Arndt

Der Gemeinde Wittnau fehlt bislang ein richtiges Dorfzentrum und das soll sich ändern. Schon seit längerem beschäftigt sich die IG Dorfzentrum mit dem Thema. Im vergangenen Jahr nun wurde dazu eine Arbeitsgruppe gebildet und ein Wettbewerb gestartet.

Die Aufgabenstellung lautete, das Areal um das Gemeindehaus, den Kindergarten und den Oberen Kirchweg zu gestalten und eine akzeptable Parkplatzsituation aufzuzeigen – einschliesslich einer Kosten-Nutzen-Beurteilung sowie einem Parkierungskonzept für grössere Anlässe, ohne dass diese vorgesehenen Stellen ständig durch Autos belegt werden.

Unterstützt wird das Projekt fachlich und finanziell vom Kanton Aargau. Für eine Ideenstudie wurden drei Büros eingeladen, die jeweils recht unterschiedliche Konzepte vorlegten. Ein Begleitgremium unter Vorsitz von Markus Schnidrig, Gemeinderat Wittnau, und Daniela Bächli, Abteilung Raumgestaltung beim Kanton Aargau, beurteilte die Studien und empfahl einstimmig diejenige von Philipp Müller, Landschaftsarchitektur Küttigen als den überzeugendsten Ansatz.

Stimmigkeit weiterführen

An einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Donnerstag wurde diese Ideenstudie vorgestellt und zur lebhaften Diskussion eingeladen. Jede Menge Vorschläge konnten dazu eingebracht werden.

Architekt Müller erläuterte ausführlich seine Vorstellungen unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Begleitgremiums. Er ging vom besonders attraktiven Umfeld des Dorfes im Tal und direkt vor Ort aus, von den prägenden Elementen wie der schönen Gestaltung der meisten Vorgärten, der Bepflanzung, den Bäumen sowie der Brunnen.

Sein Schwerpunkt war, diese Stimmigkeit auf dem zu schaffenden Dorfplatz weiterzuführen mit Solitärbäumen und guter Erreichbarkeit. Das zukünftige Zentrum soll vom Gemeindehaus, Kindergarten und einem Gehölzkörper im Bereich des heutigen Spielplatzes gefasst werden. Vorgesehen ist eine barrierefreie Anbindung des Kindergartens.

Brunnen ist vorgesehen

Der Obere Kirchweg bleibt erhalten, wird jedoch vom motorisierten Verkehr befreit. Einen schnellen Zugang zum Gemeindehaus und Kindergarten soll ein Kurzzeitparkplatz westlich neben dem Kindergarten garantieren. Das ehemalige Pumpwasserbecken der Feuerwehr wird zum Brunnen transformiert, das Dorfzentrum wird ein offener, multifunktionaler Platz mit prägenden einzelnen Bäumen, die schattige Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten bieten, zum Verweilen einladen. Eine Zufahrt hierher ist unerwünscht, eine räumliche Verengung der Wege zeigt dies an.

Trotz dieser konkreten Ansätze bleibt viel Spielraum und Möglichkeiten zu Änderungen. In der sich anschliessenden, lebhaften Diskussion wurden dann auch bereits Vorschläge und Anmerkungen gemacht.