Natürlich haben sie beim NK Pajde vom ganz grossen Los geträumt. Nachdem sich der Möhliner Fussballverein im April für die erste Runde des Schweizer Cups qualifizierte, war der Wunschgegner klar: «Natürlich der FC Basel», sagt Trainer Dejan Rakitic. Nicht nur, «weil wir zur Region Basel gehören», sondern auch, weil der Verein eine ganz besondere Verbindung zum FCB hat. Ivan Rakitic, jüngerer Bruder von Dejan und heute beim FC Barcelona, startete vor über zehn Jahren in Basel seine Karriere. «Das wäre schon ganz speziell gewesen», sagt Rakitic.

Wäre, denn nun ist es anders gekommen. FC Lausanne-Sports heisst der Gegner der Möhliner am Wochenende vom 12. und 13. August. Das hat die Auslosung am Mittwochabend ergeben. Von Enttäuschung ist bei NK Pajde aber nichts zu spüren: «Wir sind absolut zufrieden, das ist schliesslich ein Gegner aus der Super League», sagt Rakitic. «Wirklich: Nur der FC Basel wäre noch grösser gewesen.»

«Wir wollen das Spiel geniessen»

Auf die Chancen gegen den übermächtigen Gegner angesprochen, lacht der Trainer kurz, sagt dann: «Chancen? Realistisch gesehen haben wir als Mannschaft aus der 2. Liga inter gegen einen Super-Ligisten keine Chance. Wir wollen uns einfach möglichst teuer verkaufen und das Spiel geniessen.» So wolle er auch die Vorbereitung auf das Spiel angehen. Die meisten Spieler des kroatischen Vereins weilen derzeit noch irgendwo in der Ferne in den Ferien, schliesslich ist Sommerpause. Rakitic ist mit der sportlichen Führung derweil daran, das Kader für die kommende Saison zu planen.

Hinzu kommt jetzt eine ganze Menge Arbeit für das Cupspiel. «Das Augenmerk gilt nun der Organisation», sagt Rakitic. Vom Verband gibt es genaue Vorgaben. Natürlich wird die Gemeinde in die Planungen mit einbezogen.

Organisatorische Grossaufgabe

Gemeindeammann Fredy Böni erfährt am Telefon vom Los: «Wenn ein Verein aus dem Dorf gegen einen Klub wie Lausanne spielen darf, ist das natürlich ein Highlight.» Ihm ist bewusst, dass das Spiel auch die Gemeinde organisatorisch fordern wird – schliesslich sind nicht jede Woche einige hundert Zuschauer auf dem Sportplatz Steinli zu erwarten. «Wir werden uns die Anforderungen genau anschauen und versuchen, sie zu erfüllen», sagt Böni.

Definiert werden muss unter anderem ein Sicherheitskonzept für die Sportanlage. Beim NK Pajde ist man gewillt, zu tun, was zu tun ist, um auf dem eigenen Platz spielen zu dürfen. «Wir wünschen uns sehr, dass wir das Spiel in Möhlin austragen können. Hier sind wir daheim», sagt Rakitic. «Das soll ein Fest werden, das allen noch lange in Erinnerung bleibt.»

Das sind die Paarungen der ersten Cup-Runde im Schweizer Cup