Durch den Obertorturm, die Geissgasse hinab zur Marktgasse wand sich der bunte Umzug. Durch die Altstadt bis zur alten Rheinbrücke, über die die kostümierten Narren unter den Augen unzähliger begeisterter Zuschauer nach Badisch-Rheinfelden zogen, wo der Umzug durch die Innenstadt bis zum Rathaus führte.

Den Umzug führte die Narrenzunft aus Badisch-Rheinfelden an. 59 Formationen aus der Schweiz und Deutschland mit rund 1800 Narren marschierten wieder durch beide Städte. Das Nieselwetter tat der Stimmung unter den Narren und den Zuschauern am Strassenrand keinen Abbruch und gemäss dem diesjährigen Motto der Fasnachtsgesellschaft Rheinfelden (FGR) «Nit stoh bliebe … es goht wieter» zogen Guggen, Musikvereine und Hästräger durch die Strassen. Dazwischen boten rund ein Dutzend Mottowagen besondere Hingucker.

«Nit stoh bliebe … es goht wieter» – und zwar grenzüberschreitend

In der Marktgasse moderierte Bea Bieber, die frühere Präsidentin der FGR, das Geschehen für die Zuschauer und auch musikalisch kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten, da unter den zahlreichen Gruppierungen rund 20 Guggenmusiken und Musikvereine waren.

Vier Fasnachtsbräuche

«Das Spezielle ist, dass wir zusammen mit Laufenburg den einzigen grenzüberschreitenden Fasnachtsumzug haben», sagte Stadtammann Franco Mazzi. «Das zweite Besondere ist, dass hier vier Fasnachten zusammen kommen: Der rheinische Karneval, die alemannische Fasnacht, die Basler Motto-Fasnacht und die Luzerner Fasnacht, die durch geschminkte Musiker ohne Masken geprägt ist.» Die Gasseschränzer feiern ihr 25-Jahr-Jubiläum und die Grüttgrabe-Geischter können sogar auf 45 Jahre zurückblicken.

Zum Jubiläum haben die Grüttgrabe-Geischter ihre Kostüme selbst gemacht, erzählt Präsident Kevin Baumann. Seit 1973 läuft die Gugge beim Umzug mit. «Es macht jedes Jahr aufs Neue Spass. Es ist wie eine grosse Familie», meinte Baumann.

Nach dem Umzug sorgten die Musikgruppen weiterhin musikalisch für närrische Unterhaltung im Städtli. Mit der Uusbrüelete nahm die Fasnacht schliesslich ihr Ende. In einer feierlichen Prozession brachten die trauernden Narren eine überlebensgrosse Fasnachtspuppe vom Obertorturm zur Schifflände, wo Frau Fasnacht auf ein Floss gelegt und angezündet dem Fluss übergeben wurde.