Mettauertal

Neustart auf Portugiesisch: Die ehemalige Post wird zum «Café Nova»

Svenja Häfeli (links) und Mitarbeiterin Sabrina Müller.

Svenja Häfeli (links) und Mitarbeiterin Sabrina Müller.

Die 22-jährige Svenja Häfeli will ihr Café Nova in Mettauertal zum Treffpunkt für alle machen. Auch Vater und Mutter helfen im Betrieb mit.

Cüpli statt Couverts: Im Gebäude an der Hauptstrasse 184 in Mettau befand sich früher die Post. Hanni Müller und Monika Skula haben darin gearbeitet. Jetzt sitzen sie davor, auf der Terrasse, unterm Sonnenschirm, bei einem kühlen Aperol Spritz. Und finden: «Eindeutig besser als früher.»

Es ist Anlauf Nummer zwei, die ehemalige Post gastronomisch zu nutzen. Nachdem die erste Verpachtung an ein ortsansässiges Paar ein Jahr währte, hofft die Gemeinde Mettauertal, Eigentümerin der Liegenschaft, auf ein längerfristiges Engagement. Die neue Wirtin heisst Svenja Häfeli und ist 22. Sie stammt aus dem Ortsteil Oberhofen und hat bei der Bäckerei Maier in Laufenburg die Verkaufslehre absolviert.

Nach zwei Monaten Unterbruch, begleitet von Umbauarbeiten, hat sie den Betrieb am 1. Juli neu eröffnet – als Café Nova. «Nova heisst auf Portugiesisch neu, ich finde das passt gut. Es ist ein schönes Wort», sagt sie. Ihr Café soll für alle da sein, für den Handwerker zum Znüni wie für junge Leute, die am Freitag und Samstag – Tage, an denen bis 23 Uhr offen ist - feiern möchten. Einen Monat nach Eröffnung zieht Häfeli eine positive Bilanz. Sie glaubt, dass ihr Konzept ankommt. «Es ist gut angelaufen. Ich merke, dass die Leute im Dorf froh sind, wieder einen Treffpunkt zu haben.» Im Saal mit seinen 45 Plätzen will bald der erste Verein seine GV abhalten.

Hausgemachte Nuss- und Mandelgipfel

Rund 120 Plätze kann das Café Nova insgesamt anbieten. 40 davon auf der Terrasse, die im Zuge der Umbauten deutlich grösser geworden ist. Neu im Café Nova ist eine Küche, welche die Häfelis derzeit vor allem als Backstube nutzen. Die Häfelis? Ja, denn neben Svenja sind Mutter Silvia, zuständig für die Kuchen, und Vater Stefan, dessen Domäne Nuss- und Mandelgipfel sind, im Betrieb mit dabei. Sie backen, stehen hinter dem Tresen und bedienen die Gäste.

Viel Selbstgemachtes, mithelfende Familienangehörige, eine junge Wirtin, die im Dorf aufgewachsen und verwurzelt ist, und eine Gemeinde, die möchte, dass sie Erfolg hat – so geht das «Nova» an den Start. Auch in der zentralen Lage des Cafés und darin, dass es mit der coronabedingten Aufgabe des Restaurants Linde im Ortsteil Mettau gastronomisch sonst nichts mehr gibt, sieht die neue Betreiberin Vorteile.

Das sehen Hanni Müller und Monika Skula genauso. Die haben, wenn sie sich der alten Post-­Zeiten erinnern möchten, jetzt eine Anlaufstelle dafür – im Café Nova. Sie sind voll des ­Lobes für Svenja Häfeli. Sie wollen ihr die Treue halten.

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