Region
Neues Roche-IT-Zentrum: Separate Busspur in Rheinfelden kommt im Dezember vors Volk

In den nächsten Monaten beziehen die Roche-Mitarbeiter den Neubau in Kaiseraugst. Kommt nun die separate Busspur nach Rheinfelden?

Marc Fischer
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Postautos der Linie 84 fahren seit Dezember von Rheinfelden nach Pratteln.archiv

Postautos der Linie 84 fahren seit Dezember von Rheinfelden nach Pratteln.archiv

Claudia Meier

Im Herbst eröffnet die Roche in Kaiseraugst das Ostareal mit dem neuen IT-Zentrum. Die Mitarbeiterzahl – aktuell arbeiten rund 2000 Personen für die Roche in Kaiseraugst – wird dann noch einmal deutlich ansteigen.

Mehr Mitarbeiter bringen auch Mehrverkehr auf der Strasse oder mehr Passagiere im öffentlichen Verkehr mit sich. Roche sei in «intensivem und kontinuierlichem Austausch mit den zuständigen Behörden zur Verkehrssituation rund um das Areal», sagt Roche-Sprecher Karsten Kleine.

Er verweist auf das Mobilitätskonzept des Konzerns, wonach nur eine Park-Bewilligung erhält, wer mit dem öffentlichen Verkehr länger als 45 Minuten zur Arbeit benötigt, und sagt: «Derzeit kommen in Kaiseraugst 35 Prozent der Mitarbeiter mit Bahn, Bus, Velo oder zu Fuss zur Arbeit.»

Postauto-Linie verlängert

Auch erste Massnahmen zu Verbesserung der öV-Anbindung seien bereits realisiert worden, etwa die Verlängerung der Postauto-Linie 84 bis zum Bahnhof Pratteln in den Hauptverkehrszeiten. Diese wurde beim letzten Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember eingeführt. «Präventiv», wie Patrick Zingg, Leiter Postauto Region Nordschweiz sagt. «Im ersten halben Jahr 2017 hat sich noch keine nennenswerte Entwicklung der Fahrgäste ergeben.» Der Aufbau und die Verschiebung von Arbeitsplätzen der Firma Roche in Kaiseraugst finde aber «aktuell in drei Wellen bis im November 2017 statt».

Die Erfahrungen in puncto Pünktlichkeit seien bislang gut. «In der Regel können die Fahrplanzeiten eingehalten werden und die Anschlüsse in Pratteln sind gewährleistet», so Zingg. Aufgrund des starken Verkehrsaufkommens oder wegen Zwischenfällen auf der Autobahn und dem Ausweichverkehr auf den Hauptstrassen könnten jedoch einzelne Verspätungen entstehen. Deshalb sieht eine Vereinbarung zwischen dem Bundesamt für Strassen, dem Kanton Aargau, den Gemeinden Kaiseraugst und Rheinfelden und der Roche auch weitere Massnahmen vor. Die Buslinie 84 etwa soll zwischen Kaiseraugst und Rheinfelden auf einer separaten Spur geführt wird.

Die Planung dieser Eigentrassierung ist im Gang, die Federführung liegt bei der Stadt Rheinfelden. Die Postauto AG bringt dabei gemäss Zingg die operative Sicht ein. «Wir gehen im Moment davon aus, dass wir der Einwohnergemeindeversammlung Rheinfelden vom Dezember 2017 die Kreditvorlage unterbreiten können», sagt der Rheinfelder Stadtschreiber Roger Erdin. Dies ist nötig, weil Rheinfelden als Bauherrin auftreten wird. «Die Kosten gehen aber zulasten der Firma Roche», so Erdin.