Laufenburg
Neues Leben kehrt im Schlössle ein

Dreieinhalb Jahre lag das Schlössle in Laufenburg Baden im Dornröschenschlaf. Ab Mitte April kehrt nun neues Leben in das Gebäude ein - dank zwei Ehepaaren,

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Freude über den Neuanfang im Schlössle: Ehepaare Zumkeller, umrahmt von Bürgermeister Ulrich Krieger (Zweiter von rechts), Markus Rebholz und Andrea Tröndle. sk

Freude über den Neuanfang im Schlössle: Ehepaare Zumkeller, umrahmt von Bürgermeister Ulrich Krieger (Zweiter von rechts), Markus Rebholz und Andrea Tröndle. sk

Die ehemalige Villa von Mary Elisabeth Codman, in der auch Béla Bartók oder Richard Strauss zu Besuch waren, befindet sich im Eigentum der Stadt Laufenburg Baden. In den Jahren 2004 bis 2006 wurde das Schlössle saniert und zu einem Veranstaltungsort und einem Restaurant für gehobene Gastronomie ausgebaut. «Das Schlössle ist ein herausragendes Gebäude an einer Top-Lage», sagt denn auch Bürgermeister Ulrich Krieger. Dennoch - oder gerade deswegen - stand das Gebäude in letzter Zeit leer. «Es war schwierig, für das gehobene Ambiente passende Pächter zu finden», erklärter Krieger. «Nun aber haben wir eine hervorragende Lösung gefunden.»

Renommierte Gastgeber

Die Lösung trägt den wohlbekannten Namen Zumkeller. Die Ehepaare Zita und Winfried Zumkeller sowie Steffi Zumkeller und Ivan Lagunas Romero haben in dieser Woche einen Pachtvertrag unterzeichnet. Alle vier bringen beste Erfahrungen im Hotel- und Restaurantfach mit. Winfried und Zita Zumkeller stammen aus Häusern, wo sie das Traditions-Hotel Adler - das einzige Restaurant in Deutschland, das der Guide Michelin seit 1966 durchgängig Jahr für Jahr mit einem Stern auszeichnet - erst kürzlich an Sohn Florian übergeben haben. Nun stehen die Eltern in Laufenburg ihrer Tochter Steffi und deren Mann Ivan zur Seite, die sich dort eine Existenz aufbauen wollen.

«Der Name Zumkeller ist auch in der Schweiz bekannt», weiss Bürgermeister Krieger. «Bereits in Häusern bewirteten Zumkellers viele Gäste aus der Schweiz.» Das Schlössle soll unter den neuen Pächtern, laut einer Pressemitteilung, zu einem «Ort der kulinarischen Entdeckung und ungezwungenen Erholung» werden. Der Panoramasaal des Schlössle wird weiterhin für private Feiern, aber auch für kulturelle Anlässe, genutzt werden.

Der Startschuss zur neuen Schlössle-Ära soll Mitte April fallen. «Zuvor werden noch kleinere Anpassungen im Küchenbereich vorgenommen», weiss Bürgermeister Krieger. Die Planungen seien abgeschlossen und könnten nun umgesetzt werden.