Rheinfelden

Neues Hotel mit Brauerei soll Touristen bringen: «Rheinfelden wird massiv unterverkauft»

2021 soll das Hotel am Gerstenweg den Betrieb aufnehmen.

2021 soll das Hotel am Gerstenweg den Betrieb aufnehmen.

Am Gerstenweg ist ein Hotel mit 60 Zimmern, 40 Apartments, Restaurant und eigener Brauerei geplant. Bis 2021 soll auf dem 2000 Quadratmeter grossen Grundstück für 16 Millionen auch ein Biergarten und eine Rheinlandschaft im Miniatur-Format entstehen.

Mathias Finck malt schon mal ein Bild der Zukunft: «Ein Nachmittag in der idyllischen Rheinfelder Altstadt, ein Besuch in einem Wellnessbetrieb und ein Ausflug in die Museen in Basel – das sind doch wunderbare Perspektiven.»

Wunderbare Perspektiven für Touristen, die Finck bald nach Rheinfelden locken möchte. Der im Fricktal wohnhafte deutsche Unternehmer plant am Gerstenweg den Neubau eines Hotels. Am Montag stellte er das Projekt mit dem Titel «G 5» den Medien vor.

Im sechsstöckigen Gebäude sollen 60 klassische Hotelzimmer und 40 Hotel-Apartments entstehen. Das sind Zwei-Zimmer-Wohnungen, die an Investoren verkauft und anschliessend über das Hotel an Expats oder Touristen vermietet werden. Daneben sind auch eine Tiefgarage, ein Restaurant mit 200 Plätzen, Biergarten und eine Rheinlandschaft im Miniatur-Format geplant.

Und: eine hauseigene Brauerei. «Das ist in der Bierstadt Rheinfelden ja fast ein Muss», sagt Finck mit einem Lachen. Das Gebäude soll ausserdem der neue Firmensitz von «Spar mit! Reisen» werden. Finck ist Gründer und Inhaber des auf Autoreisen spezialisierten Reiseveranstalters. Das Unternehmen hat seinen Sitz derzeit in Basel und beschäftigt 85 Mitarbeitende.

Bau kostet 16 Millionen Franken

Das 2000 Quadratmeter grosse Grundstück in Rheinfelden hatte Finck bereits vor rund zehn Jahren gekauft. Schon damals mit der Absicht, hier den neuen Firmensitz zu bauen. Dazwischengekommen sei unter anderem ein anderes Projekt: Im Schwarzwald hat Finck eine leerstehende Klinik in ein Wellness-Hotel umgebaut. Nach und nach sei zudem die Idee entstanden, in Rheinfelden «etwas mehr als nur den neuen Firmensitz» zu bauen, so Finck.

Das Investitionsvolumen für das 4-Sterne-Hotel samt Restaurant und Brauerei beläuft sich auf rund 16 Millionen Franken. Die Baueingabe für das Projekt werde voraussichtlich im Spätsommer erfolgen, sagt Finck. Im März 2020 soll dann Baustart sein, die Eröffnung des Betriebs ist auf das Frühjahr 2021 geplant.

Wunderbare Perspektiven seien das auch für Rheinfelden, sagt Stadtammann Franco Mazzi. 140 Hotelbetten gibt es im Zähringerstädtchen derzeit, mit dem «G 5» kommen über 200 Betten dazu. «Das ist ein wichtiger Schritt für den Tourismus in Rheinfelden», sagt Mazzi. Kommen heute vor allem Tagestouristen ins Zähringerstädtchen, sollen es künftig vermehrt Gäste sein, die hier übernachten. «Das würde die Wertschöpfung stark steigern», so Mazzi.

Auch Mathias Finck spricht von einem «Impuls für den Tourismus» im Städtchen: «Aus der Sicht eines Reiseveranstalters wird Rheinfelden massiv unterverkauft. Das wollen wir ändern.» Reisen nach Rheinfelden sollen auch ins Portfolio von «Spar mit! Reisen» aufgenommen werden. Mit 30'000 Übernachtungen rechnet Finck im ersten Jahr, dereinst sollen es gegen 50'000 oder mehr sein. Finck hat sich in die Rheinfelder Altstadt und den Rhein verliebt. Eine Liebe, die er bald auch den Hotelgästen vermitteln möchte.

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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