1801 wurde Laufenburg von Napoleon getrennt. Trotz neuer Grenze ging das Miteinander der Menschen weiter.

Zum Jubiläum «700 Jahre Stadtrecht» wurden die Schwesterstädte durch den Verein Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit zur Friedensstadt ernannt.

In Vergangenheit und Gegenwart hätten sich die beiden Laufenburg wiederholt um Völkerverständigung und aktive Friedensarbeit verdient gemacht, hiess es damals.

Auftritt gegen aussen

«Wir sind stolz auf die Ernennung», betonte Stadtammann Herbert Weiss, «und wir wollen uns weiterhin im Sinne der Sache engagieren.»

Um den Stolz gegen aussen sichtbar zu machen, aber auch um den Titel Friedensstadt im Bewusstsein der Menschen zu verankern, haben die beiden Laufenburg nun ein gemeinsames Logo kreieren lassen.

Es soll künftig auf offiziellen Publikationen der Städte Verwendung finden. «Allerdings nicht als Konkurrenz zum Wappen oder zu den bisherigen Logos», wie Herbert Weiss ausführte, «sondern als Ergänzung.»

Klassische Friedensmotive

Geschaffen hat das neue Logo die Werbeagentur sensdesign GmbH aus dem deutschen Laufenburg. «Wir haben uns an den klassischen Friedensmotiven Taube und Hände orientiert», so Designer Roland Sens. «Zudem sollte die Brücke, die über Jahrhunderte hinweg in Laufenburg von grosser Bedeutung ist, ebenfalls eine Rolle spielen.»

Zu guter Letzt stellt das neue Friedensstadt-Logo auch dar, dass sich in den beiden Laufenburg bei allen Gemeinsamkeiten doch auch kulturelle Unterschiede entwickelt haben.

«Deshalb sind die beiden Hälften nicht komplett identisch», so Sens. Bürgermeister Ulrich Krieger lobte das neue Logo als «identitätsstiftend» und «weiteren Meilenstein in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Und er sah darin auch Raum für eigene Interpretationen: «Ich zumindest erkenne darin auch eine Friedensflamme», so Krieger.

Fürs laufende Jahr sind laut Krieger Friedensstadt-Aktivitäten geplant, die an Winternothilfe nach dem Zweiten Weltkrieg erinnern.

Die Schweizer Schwesterstadt half damals mit Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern, als auf badischer Seite Not und Hunger gross waren.