Etwas überrascht war Roman Maier schon. «Es war so, als wären wir schon immer da gewesen», resümiert der Geschäftsführer des Laufenburger Familienunternehmens die Eröffnung der achten Filiale an der Möhliner Hauptstrasse Ende September 2018. «Die Möhliner haben uns angenommen», sagt er. Mittlerweile habe man die Phase, in der Leute das neue Café ausprobieren, hinter sich gelassen und eine Stammkundschaft aufgebaut. «Wir sind mit den ersten drei Monaten sehr zufrieden», so Maier.

Verhehlen kann Maier nicht, dass man nun schon ein wenig erleichtert sei. «Wir konnten im Vorfeld nur schwer abschätzen, wie sich das Geschäft mit dem Café in Möhlin entwickeln würde.» Dies auch vor dem Hintergrund, weil es mit der Bäckerei Büeler und den drei Filialen des Lokalmatadors Aukhofer eine gesunde Zahl an Mitbewerbern in Möhlin hat. Nun sehe man jedoch, dass die Einwohnerzahl und das Wachstum einen zusätzlichen Anbieter vertragen haben. «Jeder der Möhliner Betriebe hat seine Spezialitäten und damit seine Kunden», sagt Maier.

Mit ein Grund, weshalb sich das Café schnell etablieren konnte, sei die angenehme Atmosphäre. «Uns ist es wichtig, dass sich die Leute bei uns wohlfühlen», so Maier. Das dies so ist, darauf habe man schon bei der Einrichtung geachtet. Es gibt Plätze an der Bar, Holztische, Stehhocker, Sitzecken mit gepolsterten Sesseln und sogar Sofas.

Neben Kaffee, Kuchen, Desserts und diversen Backartikeln biete man über den Mittag neben kleineren Snacks und einem Salatbuffet auch ein wechselndes Tagesmenü mit oder ohne Fleisch an. «Zu Beginn haben wir über den Mittag zwischen 50 und 60 Tagesmenüs verkauft.» Seit einiger Zeit habe sich die Zahl zwischen 30 und 50 eingependelt. «Wir haben viele Kunden aus dem umliegenden Gewerbe und der Industrie, die werktags bei uns zum Mittagessen kommen oder etwas auf die Hand holen», sagt Maier. Auch der Sonntagsbrunch werde gut besucht. «Wir haben auch immer wieder Reservierungen von Kunden, die nicht aus der Region kommen», so Maier.

Fricktaler Mediterranisierung

Zu den Spitzenzeiten werktags – über den Mittag und morgens gegen neun – käme es zuweilen vor, dass der Gastraum mit den knapp 100 Sitzplätzen voll sei. Obwohl es an der Hauptstrasse vor der Bäckerei nur eine gute Handvoll an Parkplätzen gebe, habe sich noch keiner der Kunden beschwert, keinen Parkplatz gefunden zu haben. «Um das Gebäude herum, gibt es noch weitere Parkierungsmöglichkeiten», so Maier.

Zufrieden sei man auch mit der Lage der Terrasse mit den rund 50 Sitzplätzen zur Hauptstrasse hin. Zwar habe man erst Ende September geöffnet, doch durch einen milden und sonnenreichen Herbst, sei diese bei vielen Gästen auch noch im Oktober ein beliebter Platz zum Verweilen gewesen. «Viele haben sich in die Sonne gesetzt und die vorbeilaufenden Menschen und vorbeifahrenden Autos beobachtet. Die Mediterranisierung hat mittlerweile auch das Fricktal erreicht», sagt Maier. Insofern freut er sich bereits auf die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings.