Die Schweizer Salinen AG plant, in Zukunft auch auf dem Gemeindegebiet von Wallbach und Zeiningen Salz abzubauen. Bis anhin hatten die Salinen für den Produktionsstandort Riburg in der Region nur aus Rheinfelder und Möhliner Boden Salz gewonnen. «Wir befinden uns derzeit in der Planungsphase», sagt Sprecherin Nicole Riethmüller zum Projekt auf Wallbacher und Zeininger Gebiet.

Der Standort des neuen Bohrfelds wäre zwischen Wallbach und dem Ägelsee. Das Bohrfeld befindet sich damit mehrere Kilometer von besiedeltem Gebiet entfernt. Ein Teil des Lands gehört bereits den Schweizer Salinen, mit weiteren Landeigentümern hätten «Gespräche über Dienstbarkeiten stattgefunden», so Riethmüller. Das Bohrfeld soll mit einer Pipeline an die Saline angeschlossen werden. Diese würde rund fünf Kilometer lang.

Ein Aufwand, der sich lohnen dürfte: «Wir sehen im ‹Feld Nord› ein Potenzial von rund 50 Bohrungen. Das entspräche einer Salzmenge von etwa sechs Millionen Tonnen», sagt Riethmüller.

Beim Projekt auf Wallbacher und Zeininger Boden handelt es sich um eine Millioneninvestition. Pro Bohrloch rechnet das Unternehmen mit Kosten in der Höhe von rund einer Million Franken. Dazu kommen die Kosten für die Pipeline. Diese sind laut Riethmüller noch zu ermitteln.

Bis aber tatsächlich Salz aus Wallbacher und Zeininger Boden abgebaut wird, dürften noch einige Jahre vergehen. Wie Riethmüller erklärt, handle es sich um Prozesse mit verschiedenen Bewilligungs-, Planungs- und Umsetzungsphasen. «Das sind langfristig angelegte Projekte mit einem Planungshorizont von acht bis zehn Jahren.»

Arbeiten noch 2017

Derzeit baut das Unternehmen im Möhliner Gebiet Bäumlihof Salz ab. Hier habe die Anlaugung der dritten Etappe begonnen, sagt Riethmüller. Die Salzgewinnung befindet sich damit in der Vorbereitung. Diese Phase dauert rund zwei bis vier Jahre.

Derweil werden auch für eine vierte Etappe bereits Arbeiten ausgeführt: In dieser sind acht Bohrungen geplant. Dazu werden noch dieses Jahr die Bohrlöcher abgetieft und eine Pumpstation gebaut.