Über 100 Interessierte beteiligten sich an der öffentlichen Mitwirkung am Rheinfelder Alterskonzept. Zur Überarbeitung des Alterskonzeptes der Stadt Rheinfelden setzte der Stadtrat eine Arbeitsgruppe ein. In dieser sind über zehn Organisationen vertreten, die sich in der Altersarbeit engagieren. Die fachliche Leitung liegt bei Roland Guntern von Pro Senectute Aargau.

Wie es in einer Mitteilung der Stadt Rheinfelden heisst, erarbeitete die Arbeitsgruppe eine Ist-Analyse und statistische Erhebungen. Ende Januar war der Zeitpunkt gekommen, die Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren und diese zur Mitwirkung einzuladen.

Stellenweise Lücken

Nach der Begrüssung und Einleitung durch den neu zuständigen Stadtrat Dominik Burkhardt präsentierte Roland Guntern die ersten Erkenntnisse. In Rheinfelden besteht ein reiches Angebot an Angeboten und Dienstleistungen, wobei stellenweise Verbesserungspotenzial und Lücken ausgemacht wurden. Eine riesige Herausforderung ist die demografische Entwicklung.

Dann war die Bevölkerung zum Mitdenken aufgerufen. In Gruppenarbeiten wurde zunächst zu Papier gebracht, was gut läuft in der Altersarbeit in Rheinfelden, was nicht gut läuft, welche Anliegen und Ideen bestehen und was man selbst beitragen könnte.

Danach wurden zu jeder dieser Fragestellungen die wichtigsten Themen gekürt. Mitglieder der Arbeitsgruppe agierten als Moderatoren. Die resultierenden Flipcharts tapezierten eine mehrere Meter lange Wand. Um eine erste Übersicht zu gewinnen, wurden die Ergebnisse in Windeseile konsolidiert und grob ausgewertet.

Stadtrat Dominik Burkhardt leitete die Erläuterungen durch die zehn Gruppen so, dass alle wichtigen Themen zur Sprache kamen. Durchaus auch kontroverse Standpunkte wurden ausgetauscht und gegeneinander abgewogen. Es war spürbar, dass die Altersarbeit die Menschen bewegt.

Gute medizinische Versorgung

Als positiv genannt wurden laut Mitteilung der öffentliche Verkehr, die gute Infrastruktur und die medizinische Versorgung. Speziell lobend hervorgehoben wurde auch die Möglichkeit zur direkten Mitwirkung an diesem Anlass.

Wichtige Themen auf negativer Seite waren fehlender passender Wohnraum, lückenhafte Koordination und Information über Altersthemen, mangelhafte Hindernisfreiheit im öffentlichen Raum – die sogenannte «Rollatorgängigkeit» – sowie Probleme mit dem Langsamverkehr.

Bei den Anliegen und Ideen wurden konsequenterweise dieselben Themen aufgegriffen. Vorgeschlagen werden eine altersgerechte Wohnraumplanung umfassend auch innovative Wohnformen, ein Begegnungszentrum mit Treffpunkt und mit Beratungsangeboten sowie zusätzliche und von den Fussgängern getrennte Velowege.

Resultate Ende Jahr

Beim möglichen eigenen Beitrag genannt wurde die Mitarbeit in Vereinen wie Senioren für Senioren, die Nachbarschaftshilfe sowie der Mut, die vorhandenen Angebote auszuprobieren und zu nutzen.

Die akkurate Auswertung steht noch bevor. Die Arbeitsgruppe wird nun alle Resultate des Workshops zusammentragen und auswerten. Darauf sowie basierend auf den statistischen Erhebungen und auf der Ist-Analyse werden Leitsätze definiert und Massnahmenvorschläge abgeleitet. Das neue Alterskonzept ist vom Stadtrat zu genehmigen und soll gegen Ende Jahr der Bevölkerung präsentiert werden soll. (az)