Eiken/Stein

Neuer Seelsorger: «Zum guten Gelingen müssen wir alle beitragen»

Pfarradministrator Polycarp Nworie in seinem Büro.

Pfarradministrator Polycarp Nworie in seinem Büro.

Mit dem gebürtigen Nigerianer und Pfarradministrator Polycarp Nworie ist die Stelle des Seelsorgers in Eiken und Stein wieder besetzt. Besonders gespannt ist der neue Seelsorger auf die Mentalitätsunterschiede, die ihn erwarten.

Nach einer fast zweijährigen Vakanzzeit im Seelsorgeverband Eiken-Stein konnte mit Monatsbeginn Polycarp Nworie als neuer Pfarradministrator in beiden Gemeinden herzlich begrüsst werden. Für fünf Jahre wird er mit all seinen Fertigkeiten, seinen Ideen und Vorstellungen diese Stelle ausfüllen.

Am Samstag fanden in der katholischen Kirche Stein, einen Tag später in Eiken, die Begrüssungsgottesdienste statt. Herzlich willkommen hiess der Präsident der Kirchengemeinde Georg Spuhler nicht nur den Pfarrer, sondern in schon langer gelebter Ökumene alle Christen der unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften.

Aufrichtig aufeinander zugehen

«Eine neue Ära beginnt, auf die wir uns sehr freuen. Doch zum guten Gelingen müssen wir alle beitragen. Wir müssen bestrebt sein, die natürlich vorhandenen Kulturunterschiede beiseite zu räumen, aufeinander aufrichtig und respektvoll zugehen, offen zu sein für neue Dinge», betonte Präsident Spuhler. Volle Unterstützung für all die anstehenden Aufgaben sicherte jederzeit auch Diakon Urs Buser zu.

Nach dem Studium in seiner Heimat Nigeria und der vierjährigen Doktorandenzeit in Freiburg im Breisgau komme auf Polycarp viel Arbeit zu, mit der er sich erst nach und nach vertraut machen müsse.

Andere Mentalitäten

Rolf Zimmermann, Co-Dekan für das Fricktal, übergab im Namen von Bischof Felix Gmür, Basel, feierlich die Ernennungsurkunde, gemeinsam sprachen sie das Apostolische Glaubensbekenntnis. Pfarrer Polycarp versicherte, dass er gespannt sei auf die Herausforderungen, aber auch auf andere Mentalitäten, auf die es einzugehen gilt. Er hoffe auf möglichst viele persönliche Begegnungen, garantierte, immer ein offenes Ohr für alle Fragen und Belange zu haben. Musikalisch begleitete den Begrüssungsgottesdienst der Kirchenchor Stein unter Leitung von Simone Böhler, Rebecca Weiss spielte solistisch die Querflöte.

Polycarp Nworie wurde 1979 in Nkomuro, Nigeria, geboren und wuchs mit fünf Geschwistern auf. Seine Eltern sind Bauern, deshalb fiel es ihnen nicht leicht, dem Sohn diesen langen Bildungsweg zu ermöglichen. Doch schon in frühester Kindheit war dem Jungen klar, dass er eine theologische Laufbahn einschlagen wollte, geprägt durch den Onkel, der selbst Seelsorger war und den er liebte und verehrte. 2005 konnte Polycarp das Theologiestudium in Nigeria als Bester seines Jahrganges beenden.

Nach der Priesterweihe war er als Assistent in einem Priesterseminar tätig. Von dort wurde ihm auch die Möglichkeit eröffnet, in Freiburg (Breisgau) zum Doktor für Theologie zu promovieren.

Voller Vorfreude

Auf die seelsorgerische Tätigkeit ist er sehr gespannt, ebenso auf neuen Erfahrungen, von denen er sicher einiges nach fünf Jahren mit in seine Heimat nehmen kann. Die emotionale Fröhlichkeit in afrikanischen Gotteshäusern und die wohltuende Besinnlichkeit hier können doch vielleicht auf eine befruchtende Art zusammengeführt werden.

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