«Leider hat uns die Realität eingeholt, Steg und Maschinenhaus sind verschwunden», bedauert IG-Präsident Peter Scholer und verweist nun auf den so genannten Plan C.

Dieser beinhaltet unter anderem einen Ausstellungspavillon für die Maschinengruppe 10, welche seit 1897 ununterbrochen Strom erzeugte. Gleichzeitig soll die Geschichte des Kraftwerks aufbereitet werden. Den Wunsch, einen neuen Rheinübergang «etwa im Bereich der ehemaligen Eisenbrücke» zu realisieren, hat die IG noch nicht aufgegeben. Laut Scholer sollen die Behörden auf beiden Seiten des Rheins unterstützt werden, wenn es an die Realisierung des neuen Bauwerks speziell für Fussgänger und Velofahrer gehen sollte.

Energiedienst AG hält Versprechen

«Wir wollen mit gleichem Engagement wie bis anhin vorgehen und hoffen, dass noch andere Vereine, Vereinigungen und Bürger zu diesem in die Zukunft weisenden Projekt ihre Unterstützung einbringen.» Denn voller Freude habe man vernommen, dass sich die Energiedienst AG als Bauherrin des neuen Kraftwerks ans Versprechen hält, einen Ausstellungs- und Infopavillon zu bauen. «Das Projekt ist auf sehr gutem Weg», freut sich der IG-Präsident. Schliesslich dürfe der Pavillon als Bestandteil des künftigen «Energiewegs» entlang des Rheins betrachtet werden. «Dieser Rundweg mit all seinen Informationen ist auch als Projekt für die Internationale Bauausstellung Basel (IBA) angemeldet und könnte realisiert zu werden.» Auch die Maschine 10 habe das Potenzial, eine internationale Auszeichnung zu erhalten.

«Der Energieweg hat wirklich grosse Chancen, als solcher realisiert zu werden.» Aus der Sicht der IG ist ein neuer Steg über den Rhein «unbedingt erforderlich». Auch unter städtebaulichen und touristischen Aspekten komme einer neuen Verbindung über den Rhein grosse Bedeutung zu. Daneben müsse bei den Wegen entlang des Rheinufers an die Senioren und jungen Familien gedacht werden, für die der Weg über das neue Kraftwerk «schlicht zu weit und zum Teil auch zu steil ist», meint Peter Scholer und hegt weiterhin grosse Erwartungen.

«Sicher würde dieser Übergang auch das IBA-Projekt mit seinem länderübergreifenden Aspekt um vieles aufwerten. Der Stadtrat von Rheinfelden Baden und die Gemeindeversammlung von Rheinfelden Schweiz werden noch dieses Jahr Stellung nehmen zu den entsprechenden Anträgen der beiden Regierungen in dieser Sache.»